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Göttingen Bauausschuss für Standort Ritterplan
Die Region Göttingen Bauausschuss für Standort Ritterplan
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00:19 24.09.2017
Das Thema Sanierung und Standort des Städtischen Museums ist im Göttinger Bauausschuss kontrovers diskutiert.  Quelle: Foto: Hinzmann
Göttingen

 Gegen die Stimmen der SPD hat sich auch der Bauausschuss des Rates für einen Museumsstandort am Ritterplan ausgesprochen. Er folgte damit dem Vorschlag der Verwaltung. Einzig die SPD hält die Entwicklung eines modernen Städtischen Museums dort für nicht möglich.

Damit folgte der Fachausschuss am Donnerstag dem Kulturausschuss, der sich bereits am Dienstag für den Standort Ritterplan ausgesprochen hatte.

Sylvia Binkenstein, baupolitische Sprecherin der SPD, erneuerte die Kritik am Standort Ritterplan. „Unheimlich viele Dinge sprechen gegen den Ritterplan“, sagte sie. In den kleinen Räumen mit unterschiedlichen Geschosshöhen in dem Gebäudekomplex aus Hardenberger Hof, Remise und Posthalterei sei ein „modernes, attraktives“ Museum nicht möglich. Auch bemängelte sie, dass die Verwaltung aus Sicht der SPD alternative Museumsstandorte nicht ausreichend geprüft habe.

Der Vorschlag der Verwaltung, sieht zudem vor, künftig auch Teile der Kulturverwaltung in dem Gebäudekomplex am Ritterplan unterzubringen. Diesen Aspekt sehen die Piraten im Rat kritisch: „Das stört den Ablauf im Museum“, befürchtete Francisco Welter-Schultes (Piraten). Zudem würden die dafür vorgesehenen 340 Quadratmeter aus seiner Sicht für die Museumsnutzung benötigt. Ähnlich hatte im Kulturausschuss auch der Historiker Prof. Peter Aufgebauer, Vorsitzender des Geschichtsvereins, argumentiert.

Für die FDP lobte Felicitas Oldenburg den von der Verwaltung vorgelegten Kompromiss. „Mit diesem Museum kann man was machen“, entgegnete sie Binkenstein. Eine geeignete Fläche für einen von Binkenstein ins Spiel gebrachten Museumsneubau gebe es in der Innenstadt nicht. Gerd Nier (Linke) betonte, dass es ihm auch darum gehe, mit einer Entscheidung für den Ritterplan den Museumsbeschäftigten endlich Sicherheit zu geben.

Nach Angaben der Verwaltung beläuft sich der weitere Investitionsbedarf für die Sanierung der Gebäude am Ritterplan auf zwölf Millionen Euro. 3,8 Millionen hat die Sanierung des Gebäudekomplexes bislang gekostet. Hinzu kommen später rund 1,6 Millionen Euro für die Einrichtung der künftigen Dauerausstellung auf 800 Quadratmetern Fläche.

Von Michael Brakemeier

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