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Göttingen Ortstermin am Groner Tor
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17:03 19.10.2018
Ortstermin am Groner Tor Quelle: Brakemeier
Göttingen

Die neu entstandenen, weitläufigen Bereiche an der nord-westlichen Ecke der großen Verkehrskreuzung am Groner Tor wirken – dort wo vor wenigen Wochen das Hotel Freigeist eröffnete und nach einer unfreiwilligen Verzögerung die Sparkasse bald ihren Hauptsitz haben wird – fast ein wenig großstädtisch. Für den ein oder anderen Baupolitiker, so zeigte es sich bei dem Ortstermin, noch ein ungewohnter Anblick. Etwas „Urbanität“ könne Göttingen aber durchaus vertragen, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg.

Neue Bäume für die Kreuzung

Und außerdem: Noch sei die Gestaltung der Freiflächen noch nicht komplett abgeschlossen. So sind entlang der Groner Landstraße und der Berliner Straße Baumreihen geplant, die die Ecke einfassen und Gestalt geben sollen. Dort wo derzeit vor dem Hotel allabendlich die großen Autos der Gäste stehen, soll, so Dienberg, künftig das Parken verboten sein. Lediglich zwei Kurzzeitparkplätze für ankommende Hotelgäste für die Zeit des Eincheckens soll es geben. Stattdessen soll die Fläche für die Außengastronomie genutzt werden.

Radschnellweg statt freier Rechtsabbieger

Der weiterhin andauernde Umbau der Kreuzung sein eine „durchaus komplexe Maßnahme“, sagte Dienberg. Drei verschiedene Aufträge habe die Stadt vergeben: für den Rückbau der freien Rechtsabbiegespur von der Berliner in die Groner Landstraße, für die Freiraumgestaltung und für den Bau des Radschnellweges. Dieser verläuft nun vom Bahnhof vorbei am Forum Wissen und Hotel über die Groner Landstraße. Von dort soll er dann Richtung Westen weitergeführt werden. Dienberg räumte ein, dass es durch den Rückbau der freien Rechtsabbiegespur zu Stoßzeiten durchaus größeren Rückstau auf die Berliner Straße geben wird. Aus Sicherheitsgründen für die Radfahrer auf dem Schnellweg sei der Rückbau aber nötig gewesen.

Abschied nach 30 Jahren

Für den grünen Ratsherren Ulrich Holefleisch war es am Donnerstag die letzte Sitzung des Bauausschusses. Nach fast 30 Jahren verlässt er den Ausschuss. Holefleisch bleibt aber Mitglied der Ratsfraktion und deren verkehrspolitischer Spreche und sitzt nach eigenen Angaben für die Fraktion künftig im Kulturausschuss des Rates.

„Uli hat über eine Generation die Arbeit des Bauausschusses, der lange Zeit auch für Mobilität und Verkehr zuständig war, durch seine hohe Sachlichkeit und intensive Beharrlichkeit mitgeprägt“, lobte Fraktionschef Rolf Becker Holefleischs Wirken. Getreu dem Grundsatz der „Stadt der kurzen Wege“, die auf Innenverdichtung statt Außenentwicklung setze, hat Holefleisch „maßgeblich“ an der „Verhinderung der Südumgehung“ und dem Ausbau des Radwegenetzes inklusive des Radschnellwegs mitgewirkt, würdigt Becker Holefleischs Verdienste.

Die grüne Ratsfraktion: Blumen für Holefleisch. Quelle: R

Von Michael Brakemeier

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