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Göttingen Baumschutzsatzung nur in zwei Orten
Die Region Göttingen Baumschutzsatzung nur in zwei Orten
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19:09 28.12.2009
Baumschutzsatzung für Sieboldshausen: Die Entscheidung im Gemeinderat sorgt für Diskussion. Quelle: PH
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Die Abstimmung fiel indes alles andere als einheitlich aus. Jörg Winter (CDU) befürchtete „zu viel Verwaltungsaufwand“. Die Gemeinde schütze sich mit einer solchen Satzung höchstens vor sich selbst. „Das wäre vermeidbar gewesen.“
Bettina Briesemeister (Grüne) schloss sich der Kritik an. Sie wolle natürlich jeden Baum schützen, mit der Satzung aber gehe man einen Schritt zu weit. „Wir müssen uns nicht vor uns selbst schützen.“

Kurt Asch (SPD), Ortsbürgermeister von Sieboldshausen, verteidigte das Ansinnen. Schützenswerte Bäume stünden eben nicht nur auf öffentlichen Flächen, die der Gemeinde gehörten, und auch die seien zu schützen. Margret Münzel (SPD), Ortsbürgermeisterin von Rosdorf, machte sich ebenfalls für die Satzung stark. Jeder könne doch vor Ort selbst entscheiden. Vielleicht, so orakelte sie, könne man die Satzung auch irgendwann „auf den privaten Bereich ausweiten“.

„Bürokratisierung“

Das brachte indes Johannes Siemes (CDU) in Rage. Er kritisierte nicht nur die „Bürokratisierung“, sondern riet Münzel zudem, „nicht mit einer Satzung für Bürger“ zu drohen. Die wehrte sich gegen den Vorwurf. Ihre Worte seien mitnichten eine Drohung gewesen, sondern sollten vielmehr zum „Umdenken der Leute“ beitragen. Man könnte doch, so Münzel, mit einer solchen Satzung „Hilfestellung leisten für den privaten Bereich“.
Das sah zwar nicht jeder so, die Baumschutzsatzungen für Rosdorf und Sieboldshausen wurden dennoch mehrheitlich beschlossen. Vertreter der CDU und Briesemeister stimmten dagegen.

afu

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