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Göttingen Baustopp wegen Hochwasserschutz
Die Region Göttingen Baustopp wegen Hochwasserschutz
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18:59 16.12.2009
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Darauf machte Stadtplaner Siegfried Pflum im Stadtentwicklungsausschuss aufmerksam. Der Grund sind neue Berechnungen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Demnach würden die genannten Flächen bei einem Jahrhundertwasser in den Fluten stehen. Solche Überschwemmungsgebiete sind laut Pflum grundsätzlich von Bebauung freizuhalten, damit das Wasser schnell wieder abfließen kann. Versuche der Stadt, die Wohnquartiere aus den Karten der Behörde herauszubekommen, seien gescheitert. Nun versuche die Stadt auf die Untere Wasserbehörde des Landkreises Göttingen einzuwirken. Göttingen überarbeite derzeit die bestehenden Hochwasserschutzverordnungen.

Das Gesetz, so warnte Pflum, verbiete in Überschwemmungsgebieten neue Baugebiete auszuweiten, bauliche Anlagen zu errichten, wiederaufzubauen oder zu erweitern, Grünland in Ackerland umzuwandeln, die Erdoberfläche zu erhöhen oder zu vertiefen, Bäume und Sträuche zu pflanzen, Stoffe zu lagern, die den Abfluss von Hochwasser behinderten oder die wassergefährdend seien.

Bei einer strengen Auslegung, so der Stadtplaner, dürfe zum Beispiel der Verpackungsmittelhersteller Haendler & Natermann, dessen Fabrik im Überschwemmungsgebiet stehe, keine neuen Maschinen mehr in den Hallen aufstellen. In der Altstadt ließen sich dann Baulücken nicht mehr schließen. Eventuell seien Hochwasserschutzkonten möglich. Dann ließe sich der Abriss von Bebauungen in den Innenhöfen der Altstadt mit Neubauten verrechnen. Auf Nachfrage erklärte der Stadtplaner, dass die von Gartenbesitzern auf den Flussinseln, den Werdern, errichteten Hütten und Zäune fast alle verschwinden müssten.

Die Stadt Hann. Münden appelliert dringend an den Landkreis, die betroffenen Eigentümer frühzeitig über die bevorstehenden Veränderungen zu informieren. Anderenfalls drohe eine erhebliche Verunsicherung der Bevölkerung. Der Ausschuss reagierte geschockt.

mic

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