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Göttingen "Göttingen"-Lied verzückt Anrufer
Die Region Göttingen "Göttingen"-Lied verzückt Anrufer
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17:18 19.04.2017
Monique Serf Quelle: r
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Göttingen

Seit einigen Wochen erst läuft das Lied in der Warteschleife der Stadtverwaltung – hat in der Zeit aber bereits für beträchtliches Aufsehen gesorgt. „Wenn es Rückmeldungen gibt, sind sie positiv. Vor allem von ehemaligen Göttingern, die jetzt nicht mehr in der Stadt leben, aber wohl gern in Erinnerungen schwelgen“, sagt Johannson. Die Ortsansässigen nähmen es zwar etwas gelassener. Aber, so Johannson: „Wer verbunden wird, teilt öfter erst einmal gleich mit, was er soeben gehört hat:  ‚Ihr habt ja jetzt das Göttingen-Lied‘ – bevor es zum eigentlichen Thema kommt.“ Bei der Gelegenheit werde auch schon mal nachgefragt, wo man das Chanson denn kaufen könne.

Symbol französisch-deutscher Aussöhnung

Vor allem ältere Menschen scheinen sich das Lied bisweilen gern länger anzuhören. Es sei schon vorgekommen, dass jemand gebeten habe: „Legen Sie mich noch einmal in die Warteschleife“, erzählt der Verwaltungssprecher. Das sei äußerst ungewöhnlich, „denn sonst kann es nicht schnell genug gehen, die Warteschleife zu verlassen“.

Das „Göttingen“-Lied gilt als das musikalische Symbol französisch-deutscher Aussöhnung, Verständigung, Freund- und Partnerschaft. Die 1997 gestorbene Sängerin komponierte es 1964 im Zuge eines Gastspiels im Jungen Theater und sang es später bei vielen ihrer Auftritte in aller Welt. Monique Serf – so ihr bürgerlicher Name – wurde 1988 mit der Ehrenmedaille der Stadt Göttingen geehrt. Sie singt von der Liebe, die in Göttingen blüht, von den schönen Rosen und von den Kindern dieser Stadt. Und sie wendet sich gegen den Hass, der die Welt zerstört. 45 Sekunden lang ist der Ausschnitt aus dem Chanson, das nun in der Warteschleife der Stadtverwaltung als musikalische Botschaft für Liebe und Frieden dient. Möglich geworden war das Angebot, um das sich die Stadt seit langem bemüht hatte, durch die Zustimmung von Barbaras Neffen Bernard Serf.

Diese Hartnäckigkeit hat sich offenbar ausgezahlt. Johannsons Fazit: „Wir mögen ja manchmal eine lange Leitung haben, aber in dieser Leitung ist ein musikalischer Schatz, den keine andere Stadt besitzt.

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