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Göttingen Brand im Chemielager: Grone grün verfärbt
Die Region Göttingen Brand im Chemielager: Grone grün verfärbt
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16:40 22.01.2013
Löschwasser vom Großbrand eines Chemikalienlagers im Industriegebiet in Grone hat den kleinen Bach floureszierend verfärbt. Quelle: dpa
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Grone

Dabei ist die Uranin-Verfärbung nur das augenfällige Zeichen der Verunreinigung. Denn in dem mehrstöckigen Lagerhaus, das seit 4 Uhr morgens in Flammen stand, sollen laut Pächter tonnenweise Chemikalien lagern. Welche genau, darüber schweigt sich der Verursacher aus. Bei ihm handelt es sich um denselben Unternehmer, der vor einigen Jahren am Tönnieshof bei Fredelsloh für einen gigantischen Giftmüll-Skandal gesorgt hatte.

Restbestände der danach aufgelösten Chemikalienfirma hatte der Unternehmer in das Anfang 2011 angemietete Lagerhaus gebrachte. Schon im August hatten Gewerbeaufsicht und Ordnungsamt der Stadt bei einem Ortstermin das Treiben überprüft. Dabei habe es sich, so Achim Henke von der Gewerbeaufsicht, aber nicht um einen gewerblichen Betrieb gehandelt. Der Inhaber habe nur privat Wertstoffe aufbewahrt. Dabei handelte es sich im Sommer 2011 lediglich um Aktivkohle und um Lösungsmittel zur Toneraufbereitung, beides nicht gefährliche Stoffe, so dass auch das Ordnungsamt keinen Grund zum Einschreiten sah.

Seitdem „stand“ die Behörde, so Stadtsprecher Detlef Johannson, den Pächter „auf den Füßen“, eine Nutzungsänderung für die ehemalige Halle der Veolia-Abfallentsorgung zu beantragen. Dieser Antrag ist am 15. Februar eingegangen und befindet sich noch in Bearbeitung. Wieder ist lediglich von Lösungsmittel und Aktivkohle die Rede. In Wahrheit müssen auch andere Chemikalien, etwa besagte Signalfarbe Uranin, gelagert worden sein.

Bei dem Brand kämpften zeitweise bis 150 Kräfte, darunter Berufs- und vier freiwillige Wehren mit Drehleitern und Umweltfeuerwehr aus Stadt und Kreis gegen die Flammen. Erst gegen Mittag galt der Brand als gelöscht. Die Ruine muss nun auskühlen, um Ursache und Schaden feststellen sowie die Beschaffenheit des Lagerinhaltes nachweisen zu können. Die Fische in Grone und Leine haben offenbar überlebt, teilte Gewässwerwart Steffen Nabroth der Sportfischer mit.

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