Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Brandschutz: Strenge Vorschriften für Diskotheken
Die Region Göttingen Brandschutz: Strenge Vorschriften für Diskotheken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 02.02.2013
Silvester im Savoy: eine sichere Sache, sagen Feuerwehr und Stadt. Quelle: Heller
Anzeige
Göttingen

Für alle Diskotheken mit einer Kapazität von mehr als 200 Personen gelten die gleichen verschärften Anforderungen wie für andere sogenannte „Versammlungsstätten“, erläutert Stadtsprecher Detlef Johannson. Diese Vorschriften „beziehen sich beispielsweise auf Lüftungsanlagen, auf ausreichend breite Fluchtwege oder auf den zweiten baulichen Rettungsweg“. Etwa alle drei Jahre, erklärt Johannson, finden sowohl durch die Berufsfeuerwehr als auch durch die städtische Bauordnung Kontrollen statt.

Was im Einzelnen kontrolliert wird, erläutert Hubert Henne, Experte für vorbeugenden Brandschutz bei der Göttinger Berufsfeuerwehr. Jede Diskothek müsse über zwei voneinander unabhängige und freie Rettungswege verfügen. Die Rettungswege dürften nur durch Türen mit sogenannter Panikverriegelung geschlossen sein – Türen, die von innen mit einem Griff an einem eindeutig erkennbaren Hebel geöffnet werden können, auch wenn sie von außen nicht geöffnet werden können. Zudem, so Henne, dürfe auch in Diskotheken nur schwer entflammbares Material verbaut werden – also kein Schaumstoff wie in Brasilien. Weiterhin sei eine „Entrauchungsanlage“ vorgeschrieben – ein System, das dafür sorgt, dass Rauch abziehen kann, dass genügend Atemluft bleibt.

In der brasilianischen Diskothek wurde der Brand ausgelöst durch die Pyrotechnik-Show einer Musikband, die statt Feuerwerkskörpern für den Innengebrauch andere gekauft hatte. Diese kosteten nur ein Dreißigstel und waren nur für den Gebrauch im Freien gedacht. Dabei hatte sich an der Decke Dämmmaterial aus Schaumstoff entzündet, das Feuer breitete sich rasend schnell aus.

Henne: In Deutschland müsse jede Veranstaltung mit Pyrotechnik der Feuerwehr gemeldet werden, die dann eine Brandsicherheitswache stelle. Alle pyrotechnischen Gegenstände würden zudem vor dem Einsatz geprüft.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadt Göttingen wertet ihren Mängelmelder als Erfolg: In den ersten vier Monaten seien 242 Hinweise auf Schlaglöcher, kaputte Laternen oder gefährliche Spielgeräte eingegangen. Die Testphase ist nun abgelaufen. Die Stadtverwaltung wird den Service weiterhin anbieten – mit einem anderen Partner.

30.01.2013

Das Weender Freibad soll dieses Jahr erst einmal wieder im gewohnten Umfang geöffnet werden – und zwar am 15. Mai, wenn Wetter und Technik mitspielen. Der Freibad-Förderverein ist zuversichtlich, rund 1800 Arbeitsstunden leisten zu können, um die Betriebskosten zu drücken.

30.01.2013

Um die Reform der Rundfunkgebühren ist eine hitzige Debatte entbrannt. Dabei ändert sich für die meisten gar nichts. Statt pro Gerät ist jetzt pro Wohnung ein Beitrag zu zahlen: 17,98 Euro im Monat. Eigentlich ganz einfach. Viel komplizierter – und oftmals auch teurer – wird es hingegen für Firmen und Kommunen.

02.02.2013
Anzeige