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Göttingen Bremke - Reinhausen: Radfahrer feiern hart erkämpften Radweg
Die Region Göttingen Bremke - Reinhausen: Radfahrer feiern hart erkämpften Radweg
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20:38 05.09.2013
Erkundungstour statt Demo: Die Bremker machen sich auf den neuen (Rad-)Weg zur Eröffnungsparty. Quelle: CH
Reinhausen/Bremke

Lange und erbittert hatten Ortsräte, Gemeinderat, Landtagsabgeordnete und andere um diesen Weg gekämpft: mit Unterschriftenaktionen, einer großen Fahrrad-Demo und unzähligen Briefen an das Land Niedersachsen. Aber Immer wieder gab es nach kleinen Fortschritten wieder Absagen. Jetzt ist der 3,3 Kilometer lange Rad- und Fußweg entlang des Wendebaches fertiggestellt. Etwa 800 000 Euro hat er gekostet, bezahlt vom Land. „Man fährt wunderbar darauf“, schwärmte nach der Eröffnungstour Ulrike Benstem aus Reinhausen von den parallel angelegten Betonstreifen , die auch von schweren Waldfahrzeugen genutzt werden können. „Endlich kann man hier sicher und dann auch noch auf einer so schönen Strecke fahren“, ergänzte ein Radfahrer aus Bremke.

Bisher mussten Fußgänger und Radfahrer die viel befahrene und kurvigen Landesstraße 568 nutzen. Dazu zählen auch viele Berufspendler und Erholungssuchende, die diese Strecke für Ausflüge in den Reinhäuser Wald nutzen. Der neue Weg führt ab der Zufahrt nach  Bettenrode bei Reinhausen überwiegend auf der anderen Seite des Wendebaches Richtung Bremke entlang. Nach etwa dreiviertel der Strecke schwenkt er über eine Brücke zurück an die Straße. Um den Radweg durchzusetzen, hatte sich die Gemeinde Gleichen nach mehreren Rückziehern des Landes bereit erklärt, die Kosten für Planung und ein Umweltverträglichkeitsgutachten vorzustrecken – immerhin 60 000 Euro. Kleiner Wehmutstropfen: Am Ortsausgang von Reinhausen fehlt bis zum Beginn des neuen Weges ein etwa 150 Meter langes Stück. Hier müssen Radfahrer noch auf die Straße. 

Bremkes Ortsbürgermeister Bernd Casper (SPD) wertete die Fertigstellung des Radweges als ein „ganz großes Ereignis für unsere Gemeinde“. Und Reinhausens Ortsbürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD) ergänzte: „Hier haben viele mitgewirkt, und wir können stolz darauf sein, dass wir das hingekriegt haben.“ Das sei auch den Eigentümern des Waldweges – die Landesforsten und private Waldbesitzer – zu verdanken, betonte Gemeindebürgermeister Heinz-Jürgen Proch (SPD).

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