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Göttingen Briefverteilzentrum Göttingen: 22-Jähriger öffnet 1100 Briefe
Die Region Göttingen Briefverteilzentrum Göttingen: 22-Jähriger öffnet 1100 Briefe
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00:17 21.02.2013
Briefverteilzentrum Göttingen: Ein von der Post AG beauftragter Servicepartner soll 1100 Briefsendungen gestohlen, geöffnet und weggeworfen haben. Quelle: Hinzmann
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Göttingen/Lutterberg

Als verdächtig gilt ein 22 Jahre alter Mann aus dem Bundesland Brandenburg. Er ist Mitarbeiter eines Servicepartners der Deutschen Post AG, der ausschließlich für die Post fährt. Er war beauftragt, Post aus Ostdeutschland ins Briefverteilzentrum Göttingen zu bringen, übernahm aber außerdem die Leerung von Briefkästen im Raum Dransfeld. Von diesen Sendungen hat er offenbar all die, die danach aussahen, als ob sie Geld enthalten, gestohlen, geöffnet und weggeworfen.

Am Rande der ICE-Trasse

Aufgeflogen ist der massenhafte Diebstahl, als im Spätsommer ein Spaziergänger aus Göttingen am Rande der ICE-Trasse bergeweise offene Briefe fand. Der Fund wurde der Polizei gemeldet, die den Postermittlungsdienst einschaltete. Dort konnte anhand der Absender zugeordnet werden, welche Fahrer für den Transport infrage kamen. Mittels präparierter Postsendungen wurde der 22-Jährige schließlich überführt.

Im Zuge weiterer Ermittlungen wurden auch weitere gestohlene Briefe entdeckt, teils in der Feldmark bei Dransfeld, teils im Auto des Verdächtigen.

Danach warf er die geöffneten Briefe weg

Danach gehen Post AG und Polizei jetzt davon aus, dass der Brandenburger sowohl die Briefe aus seiner ostdeutschen Heimatregion in den Bereich Göttingen als auch die Post aus Dransfeld in alle Welt gezielt nach Geld durchsucht hat. Danach warf er die geöffneten Briefe weg. Die Ermittlungen gegen ihn dauern noch an.

Ein weiterer Fall

Seitens der Post AG hat am Montag Pressesprecher Jens-Uwe Hogardt betont, dass die DHL Homedelivery in Lutterberg mit dem Göttinger Fall nichts zu tun habe. Dem Tageblatt ist allerdings ein weiterer Fall mit geöffneten Paketsendungen bekannt, in dem die Autobahnpolizei Nordrhein-Westfalen im Sommer 2012 auf einem A-44-Rastplatz zwischen Dortmund und Kassel einen Fahrer erwischte, wie er Sendungen für das DHL-Zentrum Lutterberg nach Wertsachen durchsuchte. Auch hier ein Fahrer eines Subunternehmens.

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