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Göttingen Brüder-Grimm-Schule gibt vier Klassen eine Bühne
Die Region Göttingen Brüder-Grimm-Schule gibt vier Klassen eine Bühne
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14:00 11.03.2018
Die Sprechübungen zum Warm werden und die kleinen Theaterstücke machen den Schülern sehr viel Freude. Quelle: Peter Heller

„Das macht ihnen total viel Spaß“, stellt Klaus Thiele, Klassenlehrer der Sprachförderklasse, während den Proben fest. Die Drittklässler nehmen zum ersten Mal an den Theatertagen teil. Die Klasse besteht aus sieben Schülern. Die sechs Jungen und das Mädchen haben Probleme im Bereich Sprache, entweder mit der Grammatik, dem Wortschatz, oder der Artikulation. Fünf von den Kindern haben darüber hinaus einen Migrationshintergrund, was einen Einfluss auf ihre Sprachfähigkeiten hat. Deshalb übt Rassek mit den Kindern das Vortragen von kleinen Gedichten.

Der Theaterpädagoge betreut die Theatertage der Grundschule seit mehr als 20 Jahren. Früher war er an mehreren Göttinger Schulen und am Jungen Theater tätig, erzählt er. Mittlerweile wohnt er in Berlin und betreut in Göttingen nur noch die Brüder-Grimm-Schule.

In der Brüder-Grimm-Schule finden zurzeit Theatertage unter der Leitung von Jürgen Rassek, einem Theaterpädagogen aus Berlin, statt. Quelle: Peter Heller

Außer der dritten Klasse nehmen drei weitere Klassen an den Theatertagen teil. Eine vierte Klasse ist ebenfalls eine Sprachförderklasse. Die Schüler sind schon dabei, seit sie in der ersten Klasse waren.

Mit den Sprachförderklassen macht Rassek zusätzlich verschiedene Sprechübungen. Er formuliert klare Sätze und spricht sie äußerst betont und laut aus. Die Grundschüler sprechen diese Sätze dann voller Enthusiasmus nach. Zu den Sprechübungen macht er auch Bewegungen mit Beinen und Armen vor, die die Kinder wiederholen.

Die Übungen von Rassek helfen nicht nur bei der Sprache, sondern auch bei der Disziplin der Schüler, so Thiele. Denn für die Kinder sei es eine Herausforderung, sich die ganze Zeit zu konzentrieren. Das sei auch ein Grund, weshalb die dritte Klasse erst in diesem Jahr an den Theatertagen teilnimmt. „Durch Verhaltensauffälligkeiten der Schüler habe ich mich erst jetzt dafür entschieden, dass meine Klasse an den Theatertagen teilnimmt“, erklärt der Klassenlehrer.

Neben drei vierten Klassen nimmt in diesem Jahr auch die 3d zum ersten Mal an den Theatertagen teil. Quelle: Peter Heller

In den Monaten Januar bis Mai ist immer eine Woche für die Proben der Klasse vorgesehen. In jeder dieser Wochen übt Rassek fünf Stunden mit den Kindern die Stücke. Am Ende der Probe setzt sich der Theaterpädagoge zusammen mit den Drittklässlern in einen Kreis und spricht mit ihnen über ihre Fortschritte. „Im Laufe des Morgens waren schon Verbesserungen zu hören“, stellt er nach eineinhalb Stunden Üben fest.

Und auch die Kinder bemerken ihre Fortschritte. „Ich habe dabei viel Spaß, und mit Spaß kann man besser Deutsch und besser Lesen lernen“, sagt Dirk, einer der Schüler. Und auch von Rassek sind sie begeistert: „Wenn er immer so laut spricht, verstehen wir ihn gut“, erzählt Farsad. „Er sagt auch oft, wenn wir etwas gut machen“, ergänzt Maxim.

Die Klasse trägt bei den Theateraufführungen Ende Mai und Anfang Juni sechs Gedichte vor, unter anderem zwei Werke des österreichischen Lyrikers Ernst Jandl. Dann werden die Eltern der Schüler und die Mitschüler die Zuschauer sein.

Von Isa Kroeschell

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