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Göttingen Mehr Lebensqualität und Sicherheit
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00:17 13.05.2017
In Kleingruppen setzten sich die Bürger mit den vorgestellten Maßnahmen auseinander. Quelle: gm
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Göttingen

Rund 200 mögliche Maßnahmen sind aus vorangegangenen Workshops zu Nahmobilität in der Südstadt und des Planungsspazierganges im vergangenen September entstanden, sagte Pia Lesch. Aus diesen entwickelten die Stadtplanerin und der Geschäftsführer der Planungssocietät, Gernot Steinberg, einzelne Maßnahmenpakete. „Einige Vorschläge haben wir direkt umgesetzt“, so Maik Lindemann, Fachbereichsleiter Planung der Stadt Göttingen. So habe man zusätzliche Sitzmöglichkeiten am Neuen Rathaus schaffen können, an anderen Stellen wurden Hecken zur besseren Sichtbarkeit beschnitten.

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Das Nahmobilitätskonzept stellt ein Initialprojekt aus dem Klimaplan Verkehrsentwicklung dar. Inhaltlich geht es vor allem um die Förderung der Aufenthaltsqualität, des Rad- und Fußverkehrs. Nahmobilität betrifft vor allem die Wege zum Büro, zur Arbeit oder zur Schule, mit dem Rad oder zu Fuß, aber auch in Verbindung mit dem öffentlichen Personennahverkehr. Der nächste Workshop mit Bürgern geht am 22. August um ein gesamtstädtisches Radverkehrentwicklungskonzept.

Weitere Informationen im Internet.

Südstadt als Modell

Bei der Nahmobilität gehe es darum, „die Bedeutung und Funktion des Nahraums in den Mittelpunkt zu rücken“, erläuterte Steinberg. Kurze Distanzen, Optimierung der Verkehrsführung und der Lebensqualität sowie des Sicherheitsgefühls – und nebenbei eine Stärkung der lokalen Wirtschaft. Die Südstadt mit ihren 15000 Einwohnern – rund elf Prozent der Göttinger Einwohner – solle dabei Modellstadtteil sein, Empfehlungen und Maßnahmen später auf die ganze Stadt übertragen werden, so Lindemann.

„Wir haben festgestellt“, sagte Lesch, „dass es wenige Aufenthaltsmöglichkeiten gibt.“ Hingegen dominiere Parken das Straßenbild. Angedacht werde daher, einzelne Parkflächen durch Fahrradabstellplätze und Sitzgelegenheiten zu ersetzen. Auch Fuß- und Radwege seien durch parkende Autos mit Kinderwagen kaum benutzbar. Die Planer griffen zudem die Idee von Schülern auf, hinter dem Felix-Klein-Gymnasium einen Mehrgenerationenpark zu gestalten: mit Spielplätzen für Kinder sowie Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche, Familien und Senioren. Aus den Workshops werde nun eine Beschlussvorlage entwickelt, die dann in die politischen Gremien gehe, erläuterte Lindemann. Kleinere Maßnahmen ließen sich mit dem zur Verfügung gestellten Budget umsetzen, größere hingegen bräuchten einen extra Etat. „Diese Veranstaltungen sind enorm wichtig, um die Anregungen von den Anwohnern mitzunehmen“, lobte der Fachbereichsleiter die Veranstaltung.

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