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Göttingen Bürgerbus: Bürger fürchten um Linientaxi
Die Region Göttingen Bürgerbus: Bürger fürchten um Linientaxi
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00:18 16.12.2016
Quelle: dpa
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Knutbühren

Der Hintergrund: Die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) wollen von Sommer 2017 an zwischen 9 und 12 Uhr sowie zwischen 15 und 18 Uhr einen Elektrobus mit acht Plätzen zwischen Dransfeld, Ossenfeld und den drei Göttinger Ortsteilen einsetzen. Das Angebot, das ein Jahr lang getestet wird, richtet sich insbesondere an Senioren - auch Fahrgäste mit Rollator oder Rollstuhl lassen sich mit dem Bus transportieren.

„Die Knutbührener fürchten, dass das Linientaxi wegfällt“, berichtete Ortsbürgermeisterin Heidrun von der Heide (SPD). Für dessen Einführung habe das 120-Einwohner-Dorf hart gekämpft. Das Taxi werde von Schülern vormittags intensiv genutzt. Abends und an den Wochenenden gebe es jedoch viele Leerfahrten. Trotzdem hätten sich mehr als 20 Knutbührener während einer Bürgerversammlung Anfang Dezember noch einmal klar für das Angebot ausgesprochen.

„Die Einführung eines Anrufsammeltaxis kommt für den Ort nicht in Frage“, betonte von der Heide. Bei der Bürgerversammlung sei berichtet worden, dass Taxifahrer solche Anfragen oft wegdrückten. Ihnen seien die Fahrten offenbar finanziell nicht attraktiv genug.

Der Ortsrat fordert, dass das Linientaxi zeitversetzt zum Bürgerbus unterwegs ist. Sollte sich während der ersten drei Monate herausstellen, dass die Menschen den Bürgerbus bevorzugten, könne das Taxi wegfallen. Nach einem Jahr sollen Verwaltung und GöVB ihre Erfahrungen mit dem neuen Angebot im Ortsrat präsentieren. Eine weitere Forderung, die der Ortsrat bereits im November beschloss: Sollte ein Bügerbus einmal voll besetzt sein, müsse die GöVB einen weiteren Bus einsetzen. Niemand dürfe an der Haltestelle stehen bleiben.

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