Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Bürgerbusse und Anruf-Sammeltaxis
Die Region Göttingen Bürgerbusse und Anruf-Sammeltaxis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 01.06.2018
Im Februar fuhr der erste Bürgerbus Göttingen-Dransfeld. Quelle: Swen Pförtner
Anzeige
Göttingen

Die Veranstaltung organisiert hatte der Zweckverband Verkehrsverbund Niedersachsen (ZVSN). Einen Überblick über die verschiedenen Förderstufen für Bürgerbusse gab Jürgen Römer von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG). Maximal 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten übernehme die LNVG, erklärte Römer. Dazu gebe es allerdings Höchstbeträge, die je nach Art der eingesetzten Fahrzeuge gestaffelt seien: Standardbusse mit Benzin oder Dieselantrieb würden mit maximal 52500 Euro gefördert, die Niederflurvarianten mit höchstens 60000 Euro. Bei CO2-freien Bussen – also in erster Linie Elektrofahrzeuge – betrügen die entsprechenden Sätze 89250 respektive 102000 Euro. Für eine behindertengerechte Einstiegshilfe gebe es noch einmal 4500 Euro dazu. Vier Faktoren müssten gegeben sein: Das Fahrzeug müsse ein Kleinbus mit maximal acht Fahrgastplätzen sein, es müsse einen Verein als Träger geben wie auch eine feste Strecke und einen festen Fahrplan. Außerdem müsse ein Finanzierungskonzept vorliegen.

Schnelle Zuschussbewilligung

Voraussetzung sei zudem ein ÖPNV-Einsatzanteil des betreffenden Fahrzeugs von mindestens 90 Prozent bei einer Laufleistung von mindestens 20000 Kilometern im Jahr. Römer warb unter anderem damit, dass die Beantragung und Zuschussbewilligung mit überschaubarem Aufwand und vor allem schnell vonstatten gehe. So könnten interessierte Vereinigungen gleich nach der Bestätigung des Antragseingangs bei der LNVG mit der Fahrzeugbeschaffung beginnen, „in der Regel“ würden die Anträge innerhalb von zwei Wochen beschieden. Zuletzt war ein Bürgerbus für die Verbindung Göttingen (Kauf Park) und Dransfeld einschließlich der umgebenden Ortschaften eingerichtet worden.

Beratung zur Einrichtung eines Bürgerbusses, erklärte Römer, gebe es bei dem regional zuständigen ÖPNV-Aufgabenträger – in Südniedersachsen also beim ZVSN oder bei der Dachorganisation Pro Bürgerbus Niedersachsen. Der Förderantrag selbst müsse allerdings an die LNVG gerichtet werden. Weitere Informationen zu den Bestimmungen hier.

Eher Freizeit- als Berufsverkehr

Zweites großes Thema beim ZVSN-Informationsnachmittag: die Anruf-Sammeltaxi-Angebote (AST). Seit mehr als 20 Jahren gebe es sie in Südniedersachsen, erklärte Carl-Michael Wieder vom ZVSN. Seit 2002 koordiniert der ZVSN den AST-Betrieb. Die AST bedienten in erster Linie den Freizeit- und weniger den Berufsverkehrbedarf, sagte Wieder.

In Göttingen gibt es mehrere AST-Haltestellen – beispielsweise den ZOB, den Theaterplatz, das Auditorium und den Albaniplatz. Es würden mindestens 45 Minuten Abstand zu den Linienverkehren eingehalten, sagte Wieder. Erklärtes Ziel sei es, weder den herkömmlichen Bussen noch dem Taxigewerbe Konkurrenz zu machen.

Das AST-System in der Region umfasse einen Bereich von 15 bis 20 Kilometern rund um Göttingen, bis zu 45 Minuten vor Antritt einer Fahrt könne ein AST bestellt werden. Eingesetzt würden Fahrzeuge hiesiger Taxi- oder Mietwagenunternehmen. Im Schnitt der vergangenen Jahre habe ein AST 1,8 Fahrgäste transportiert. Besonders Jugendliche, erklärte Wieder, seien nach Veranstaltungen im AST „deutlich weniger unfallgefährdet“.

Von Matthias Heinzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Neuer Anlauf: Pläne, das ehemalige Gothaer-Gelände in Göttingen zu entwickeln gibt es seit Jahren. Jetzt hat der neue Eigentümer des rund 70 000 Quadratmeter große Areals seine Pläne vorgestellt.

01.06.2018

Das Junge Theater Göttingen hat in der laufenden Spielzeit noch einmal die Zuschauerzahl erhöhen können. Auch im kommenden Jahr – das erste des Umbaus des Theaters – sind wieder Uraufführungen geplant.

29.05.2018
Göttingen Kindeswohlgefährdung - Neue Nummer für Meldungen

Für telefonische Meldungen einer Kindeswohlgefährdung im Gebiet des Landkreises Göttingen gibt es künftig eine neue Rufnummer. Ab dem 1. Juni sind Beschäftigte der Kreisverwaltung unter der Telefonnummer 0551 /5253737 montags bis donnerstags von 8.30 bis 16 Uhr und freitags von 8.30 bis 13 Uhr erreichbar.

29.05.2018
Anzeige