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Göttingen Bundesweites Pilotprojekt: Schutzstreifen für Radfahrer
Die Region Göttingen Bundesweites Pilotprojekt: Schutzstreifen für Radfahrer
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19:55 28.06.2013
Fällt auf: rot markierte Fahrradschutzstreifen an der Kreisstraße 515 zwischen Eilensen und Erichsburg im Landkreis Northeim. Quelle: LPD
Northeim

Auf der Kreisstraße 515 zwischen Eilensen und Erichsburg sind die Schutzstreifen mit roter Farbe markiert, auf den zwei anderen Strecken – an der K 424 vom Knotenpunkt B 446 bei Lütgenrode bis nach Behrensen und entlang der K 641 von Bad Gandersheim bis nach Heckenbeck – gibt es weiße Markierungen.

Grundsätzlich sind sie keine neue Erfindung. Schutzstreifen werden schon seit 1997 in Ortschaften eingesetzt, so zum Beispiel in den Stadtgebieten von Einbeck und Bad Gandersheim.

Die Verhaltensregeln auf Strecken mit Fahrradschutzstreifen außerorts unterscheiden sich kaum von denen innerhalb geschlossener Ortschaften. Durch das Rechtsfahrgebot besteht für Radfahrer eine indirekte Benutzungspflicht der Streifen in der jeweiligen Fahrtrichtung. Die motorisierten Verkehrsteilnehmer müssen die Kernfahrbahn benutzen. Unter besonderer Beachtung des Radverkehrs dürfen und sollen sie bei Bedarf den Schutzstreifen befahren. Zu beachten ist beim Überholvorgang ein Mindestabstand von 1,50 Meter zum Zweiradfahrer.

Die Streifen mit eingeschränktem Halteverbot sollen dazu beitragen, die Aufmerksamkeit für die Radfahrer und damit deren Sicherheit zu erhöhen. In diesem Sinne wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge auf den Teststrecken mit Schutzstreifen außerorts auf 70 Stundenkilometer herabgesetzt.

„Wichtig ist, dass die Verkehrsteilnehmer sich gegenseitig akzeptieren und Rücksicht nehmen“, so sieht es Landrat Michael Wickmann (SPD). Schließlich gewinne das Fahrrad als allgemeines Beförderungsmittel immer mehr an Bedeutung und werde nicht nur im touristischen Bereich eingesetzt.

Der Landkreis hat ein Video und ein Informationsblatt im Internet bereitgestellt. Faltblätter liegen an der Information der Kreisverwaltung und bei den Zulassungsstellen des Landkreises aus.

Von Ute Lawrenz mit lpd

Weitere Informationen unter landkreis-northeim.de

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