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Göttingen Burger-Kette oder Sozial-Café: Was wird aus der alten Stockleff-Mühle in Göttingen?
Die Region Göttingen Burger-Kette oder Sozial-Café: Was wird aus der alten Stockleff-Mühle in Göttingen?
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07:00 13.04.2019
Was wird aus der alten Stockleff-Mühle? Eine Bürgerinitiative hat jetzt ganz ungewöhnliche Ideen. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Das „Bürger*innenforum Waageplatz-Viertel“ kritisiert scharf die Pläne von Politik und Verwaltung für die alte Stockleff-Mühle in der nördlichen Innenstadt. Die Initiative lehnt einen Verkauf des Gebäudes und eine spätere Nutzung als Burger-Grill ab. Stattdessen fordern die Mitglieder ein soziales Nutzungskonzept, das sich an Vorgaben aus dem Programm „Soziale Stadt / Nördliche Innenstadt“ orientiert.

Seit Langem ringt die Stadt um das denkmalgeschützte, aber marode alte Mühlengebäude am Waageplatz. Die CDU im Rat würde „den Schandfleck“ am liebsten schnell verkaufen. Die Verwaltung und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) hingegen lehnen einen Billig-Verkauf ab und hoffen auf Investoren, die das Objekt passend zur geplanten Stadtteilentwicklung sanieren und nutzen.

Gespräche mit Investoren

In diesem Sinne gebe es Gespräche mit möglichen Investoren, sagte am Freitag der Verwaltungssprecher, ohne genauere Angaben dazu. Zugleich bestätigte er, dass die Stockleff-Mühle aufgrund ihrer Lage „auch zum Programm „Soziale Stadt / Nördliche Innenstadt“ gehöre. Hinweise auf Verhandlungen mit der Burger-Kette Peter Pane kommentierte er nicht.

Genau das lehnt das „Bürger*innenforum“ ab. Das Angebot der Burger-Kette sei höherpreisig und würde einen weiteren Beitrag zur Verdrängung und Ausgrenzung von Nutzern des Waageplatzes führen. Zudem würde ein Alkoholausschank an diesem Standort das Viertel belasten. Grundsätzliche fürchtet die Initiative, dass ein externer Investor keinen Bezug zu Göttingen habe und sich nicht „den Anliegen der anwohnenden Menschen verpflichtet fühlen“ wird. Mit der alten Mühle verfüge die Stadt über Eigentum in prominenter Lage. Bei einem Verkauf gebe sie Gestaltungsspielraum aus der Hand.

Soziale Forderungen

Grundsätzlich stellt die Initiative folgende Forderungen:

> Die Stockleff-Mühle bleibt in städtischem Eigentum. Zur Sanierung werden die beantragten Mittel aus dem Programm Soziale Stadt verwendet.

> Die Sanierung kann bei entsprechender Planung in Teilen durch Gemeinschaftsarbeit geleistet werden, was die Identifikation von Bewohnern mit dem Projekt erhöht.

> Eingerichtet werden sollte ein Kaffee im Niedrigpreissegment – passend zur Entwicklung des Waageplatzes als öffentlicher sozialer Raum der Begegnung – unter anderem mit einem Wasserspielplatz.

> Die Nutzung der Stockleff-Mühle und der Betrieb des Cafés geschieht durch lokale Initiativen.

> Der Café-Bereich wird selbstverwaltet oder mit sozialen Beschäftigungsverhältnissen organisiert. us

Von Ulrich Schubert

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