Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Busangebot in Göttinger City ist hervorragend
Die Region Göttingen Busangebot in Göttinger City ist hervorragend
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:35 08.01.2010
Busangebot in Göttingen: laut Gutachter „spitze“. Quelle: Pförtner
Anzeige

Fast 100 Gäste diskutierten am Donnerstag im Ratssaal die Ergebnisse. Ihre Reaktionen: Aufatmen bei regelmäßigen Nutzern der Stadtbusse, die schon Verschlechterungen durch Shuttle-Busse oder andere Alternativen befürchtet hatten. Enttäuschung und Kritik am Gutachten von Geschäftsleuten und Bewohnern der City, die die großen Busse aus der Innenstadt haben wollen und dafür bereits Modelle entwickelt hatten.

Ihre Sorgen, ein neues Innenstadtleitbild des Rates und nicht zuletzt die Feinstaub-Debatte waren der Zündstoff für die Suche nach anderen Strecken, Haltepunkten oder Fahrtakten der Stadtbusse. Dem Gutachter Volker Stölting vom Büro „Team red“ aus Hannover hatte die Stadt dabei klare Vorgaben gemacht: Am äußeren Liniennetz dürfe nichts verändert werden und das Busangebot dürfe nicht schlechter werden. Nach Vorgesprächen hat „Team red“ dann zwei Varianten genauer untersucht. Variante 1: Etwa ein Drittel der Linien (zum Beispiel die 3 und 13) werden aus der Innenstadt heraus genommen und auf den äußeren Straßenring wie Bürgerstraße und Friedländer Weg verlagert. Variante 2: Alle Stadtbusse fahren nur noch auf dem Außenring um die City herum. Innenstadtbesucher werden von drei Haltestellen mit Kleinbussen in die Innenstadt gebracht.
Ergebnisse zu Variante 1: nur noch 690 statt 909 Busfahrten täglich im Stadtkern, trotzdem keine wesentliche Lärmreduzierung; längere Fußwege für viele Besucher der City; überlastete Busse im Außenbereich; längere Fahrzeiten selbst für Durchgangspendler, weil Busse außen herum länger brauchen als durch die sonst freie Fußgängerzone. Ergebnisse zu Variante 2: Umsteigezwang – vor allem eine Last für ältere Menschen, Geh- und Sehbehinderte; zusätzliche Wartezeiten und längere Reisezeiten; Und in der City müssten sehr viele Shuttle-Busse eingesetzt werden, weil sie viel kleiner sind.
Unterm Strich gebe es bei beiden Varianten mehr Nachteile, zog Stölting Bilanz. Aus der Untersuchung könnten aber positive Teilergebnisse umgesetzt werden, ergänzte Stadtbaurat Thomas Dienberg. Dazu gehörten mehr Stadtbusse zu den Hauptankunftszeiten der Fernzüge am Bahnhof.

„Fassungslos“ und verständnislos“ äußerten sich Händler und Anwohner der City. Ihr Vorwurf: Die Stadt habe dem Gutachter so enge Vorgaben gemacht, dass ein „Wunschergebnis“ herausgekommen sei. Andere „kreativere“ Ansätze seien nicht berücksichtigt worden, ebenso wenig Qualitätsmerkmale für Wohnen, gemütlich Einkaufen und Flanieren in der City.

Von Ulrich Schubert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn dem Straßenmusikanten in der Weender Straße das Akkordeon einfriert. Wenn die Kollegin nicht ins Büro kommt, weil der Wagen nicht anspringen will und der ADAC schlicht erklärt, für so etwas habe man keine Zeit. Wenn modebewusste Frauen ohne zu zögern in breite Moonboots steigen, um die Straßen heil zu überqueren: Dann ist Winterzeit in Göttingen.

08.01.2010
Göttingen Ideen für langfristige Sicherung - Bonifatiusschule II nimmt Fünftklässler auf

Irritation um die Zukunft der katholische Bonifatiusschule (Boni) II in Göttingen: „Die Schließung ist vom Tisch, die Bonifatiusschule II geht weiter“, teilt die Schule im Internet mit. Mit den Anmeldeterminen ab Februar nehme die staatlich anerkannte freie katholische Schule mit Haupt- und Realschulzweig auch wieder neue Fünftklässler für das Schuljahr 2010/11 auf.

08.01.2010

Seit dem Jahreswechsel ist die Landschaft verschneit. Nicht nur zum Rodeln, sondern auch zum Pferdeschlittenfahren lädt die geschlossene Schneedecke ein. Doch in der Region gibt es nicht viele, die die passende Ausstattung besitzen. Elke Krupka aus Billingshausen ist eine von ihnen.

Zum Beitrag in GT-TV

08.01.2010
Anzeige