Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Merkel-Nachfolge: Koch schwankt zwischen zwei Kandidaten
Die Region Göttingen Merkel-Nachfolge: Koch schwankt zwischen zwei Kandidaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 09.12.2018
Lothar Koch Quelle: Christina Hinzmann
Hamburg/Göttingen

Auf 1000 Parteimitglieder komme ein Delegierter, erklärte Koch. Er vertrete das südliche Niedersachsen. Er wird nicht als einziger aus der Region mit entscheiden über die Nachfolge von Angela Merkel. Der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler sei auch dabei, „vielleicht auch Harald Noack“.

Er selbst habe sich noch nicht festgelegt, für wen er seine Stimme abgebe, sagte Koch, der von 1994 bis 2017 für die CDU im niedersächsischen Landtag saß. Weniger Präferenzen habe er allerdings für Jens Spahn, „auch wenn ich ihm jetzt vielleicht Unrecht tue“. Dessen leicht ungeduldiges Scharren sei ihm zu viel gewesen.

Nähe zu Merkel

Über Annegret Kramp-Karrenbauer sagt Koch, sie habe sehr viel riskiert, um bei dieser Wahl antreten zu können. Sogar auf ihr Amt als Ministerpräsidentin des Saarlandes habe sie verzichtet. Auch schätze er ihre Nähe zu Merkel. Ihre Ausstrahlung allerdings sei „gewöhnungsbedürftig“.

Auch zu Friedrich Merz hat Koch eine Einschätzung. Das Charisma Merz’ hat ihn offenbar beeindruckt. Die Debatte um den beruflichen Status des Kandidaten hält Koch für abwegig. „Ihm vorzuwerfen, er sei erfolgreich, das ist bekloppt.“ Dennoch bekennt Koch: „Ich schwanke noch ein bisschen.“

Eigenes Profil für die CDU entwerfen

Seine Entscheidung will der Delegierte von der Vorstellung der Kandidaten abhängig machen, eigentlich allerdings nur von der Vorstellung eines Kandidaten. Merz, so hofft Koch, solle zwar ein eigenes Profil für die CDU entwerfen, aber die Große Koalition unbedingt erfolgreich zu Ende führen. „Wir brauchen Stabilität im Umfeld von Bekloppten“, sagt Koch, zählt Putin, Trump und Erdogan auf und beklagt, dass Macron gerade in Frankreich hart kämpfen müsse.

Auch von dem künftigen Profil seiner Partei, für das schließlich der gewählte Kandidat oder die Kandidatin stehen, hat Koch eine klare Vorstellung. „Nicht weiter nach rechts und das Ausufern der AfD begrenzen“. Zudem fordert Koch von dem Kandidaten unbedingte Loyalität zur amtierenden Regierung. Denn: „Ich bin heute sehr stolz auf die sagenhafte Regierungsarbeit von Angela Merkel.“

Von Peter Krüger-Lenz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!