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Göttingen CDU und Linke für mehr Sozialwohnungen
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16:16 09.12.2016
Ehemaliges Sartorius-Gelände an der Weender Landstraße. Quelle: Meder
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Göttingen

Ein Bebauungsplan biete "für alle direkt Beteiligten, aber auch für die weitere Nachbarschaft klare Vorgaben und auch zusätzliche Entwicklungschancen", sagt Hans-Otto Arnold, Vorsitzender des Bauausschusses. Das sei bei der in der vergangenen Woche von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), Sartorius-Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg  und Projektentwickler Peter Jorzick, Geschäftsführer des neuen Eigentümers des Sartorius-Geländes angekündigten Absicht, das gesamte Gelände nur nach dem "äußerst dehnbaren" Paragrafe 34 des Baugesetzes zu entwickeln, nicht der Fall, so Arnold.

Hans-Otto Arnold Quelle: Hinzmann

  

Gerd Nier Quelle: Hinzmann

Paragraf 34 erlaubt ein Bauvorhaben, "wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist".

Wer wisse, "mit welchen peniblen und teuren Vorgaben" von Baudezernent Thomas Dienberg "jeder Investor in Göttingen zu kämpfen" habe, der könne sich nur darüber wundern, "was jetzt plötzlich in Göttingen möglich sein soll", sagte Arnold. Er glaubt, dass es durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes nicht zu Verzögerungen kommt, wenn "alle an einem Strang in die richtige Richtung ziehen". 

Möglichkeit vertan

Jorzick hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, dass es in Hamburg anders als in Göttingen üblich sei, Investoren einen Anteil an Sozialwohnungen vorzuschreiben. "Zum ersten Mal soll dieses in Göttingen auch mit dem Investor für das Weender Huhtamaki-Gelände vereinbart werden. Warum nun nicht auch für das Sartorius-Gelände?", fragt Arnold.

Auch die Ratsfraktion der Göttinger Linken steht den Planungen auf dem ehemaligen Sartorius-Gelände "äußerst kritisch" gegenüber und fordert den Bau von Sozialwohnungen auf dem Gelände. Es sei wieder eine Möglichkeit vertan, so der Fraktionsvorsitzende Gerd Nier, gezielt unter städtischer Planung und im städtischen Besitz den Bau von Wohnungen mit sozialer Bindung in Göttingen umzusetzen.

"Es mag ja sein, dass sich Sartorius der besonderen geschichtlichen Verantwortung des von ihr veräußerten Geländes bewusst ist", sagte Nier. "Besser noch wäre es gewesen, wenn auch die soziale Verantwortung von Stadt und Firma zum Tragen gekommen wäre und die Stadt die Möglichkeit zum Erwerb des Geländes bekommen oder wahrgenommen hätte."

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