Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen „Ökonomisch und ökologisch nicht darstellbar“
Die Region Göttingen „Ökonomisch und ökologisch nicht darstellbar“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 31.01.2018
Die kaputte Bismarckstraße oberhalb Göttingens. Quelle: Peter Heller
Göttingen

Die Sanierung würde ersten Schätzungen zufolge um die 375000 Euro kosten. Zuviel angesichts der überschaubaren Fahrgastzahlen der Probephase im vergangenen Jahr, meint Katharina Schüle-Rennschuh, für die CDU im Umweltausschuss der Stadt. An 19 Wochenenden und zwei Feiertagen hatten die Busse insgesamt 2454 Fahrgäste zum Kehr und zurück transportiert. Manchmal, sagt die CDU-Ratsfrau, säßen nur ein, zwei Leute im Bus. Die Betriebskosten für den gesamten Zeitraum vom 30. März bis zum 31. Oktober 2018 mit acht Verbindungen täglich an Sonnabenden, Sonntagen und Feiertagen setzt die Verwaltung mit nur 3500 Euro an.

Zwar hatte die CDU in der Sitzung des Umwelt- und Klimaschutzausschusses für die Fortsetzung des Busbetriebs zum Kehr gestimmt, aber nur unter Vorbehalt: Wenn sich am Ende der kommenden Saison die Fahrgastzahlen nicht signifikant erhöht haben würden, erklärt Schüle-Rennschuh, müsse man den Stecker ziehen und vor allem auf die Fahrbahnsanierung verzichten. Ein „großer Erfolg“, als das die SPD und die Stadtverwaltung das Projekt bezeichnen, sei die Busverbindung zu Kehr bislang sicherlich nicht. 375000 Euro seien nicht gerade aus der Portokasse aufzubringen: „Schließlich sind wir gerne mal aus dem Entschuldungsprogramm heraus“, meint Schüle-Rennschuh.

Das Projekt, „im Prinzip eine gute Idee“, sei unter solchen Rahmenbedingungen „ökonomisch und ökologisch nicht darstellbar“, erklärt die Ratsfrau: „Für zwei oder drei Leute muss sich ein dicker Diesel-Bus den Berg hochkämpfen. Da fehlt jede Verhältnismäßigkeit.“ Außerdem sei es keine gute Idee und erst recht ökologisch fragwürdig, aus der Straße zum Kehr, derzeit ein Asphalt-Flickenteppich, zu einer Rennpiste durch den Wald auszubauen.

Durchschnittlich, so die Auswertung der Göttinger Verkehrsbetriebe, beförderten die Busse an Sonnabenden 34 und an Sonntagen 86 Fahrgäste. Pro Fahrt waren die Busse damit im Durchschnitt am Sonnabend mit 2,25 Fahrgästen, am Sonntag mit 5,37 Fahrgästen besetzt. Die höchste Auslastung gab es bei der Sonntagsfahrt zum Kehr um 14.33 Uhr. Es fuhren mehr Busnutzer zum Kehr hinauf als zurück: Offenbar nutzten viele Fahrgäste die Verbindung, um vom Kehr einen längeren Spaziergang hinunter in die Stadt zu unternehmen, so die Erkenntnisse der GöVB.

Von Matthias Heinzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Er gehört zu den größten gesellschaftlichen Ereignissen der Region: der „Ball des Handwerks“ der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen. Auch in diesem Jahr hat er fast 1000 Gäste ins „Freizeit in“ gelockt. Sie feierten am Abend des 27. Januar in festlicher Atmosphäre eine ausgelassene Party.

28.01.2018

Die Kinderbuchwochen der Stadtbibliothek Göttingen vom 27. Januar bis 10. Februar haben am Sonnabend mit der Lesung von „Ein Löwe in der Bibliothek“ von Michelle Knudsen und Kevin Hawkes gestartet. Gelesen wurde das gebundene Kinderbuch von Ilse Neuhaus.

27.01.2018
Göttingen Göttinger Innenstadt - Angriff mit Messer

Ein Mann aus Göttingen hat am Sonnabend gegen 13.30 Uhr einen anderen Göttinger in einem Bekleidungsgeschäft an der Weender Straße unvermittelt angegriffen und dabei mit einem spitzen Gegenstand oder Messer verletzt. Der Täter wurde kurz darauf gefasst.

28.01.2018