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Göttingen Güntzler: Kein Eingriff in UMG-Organisationsstruktur
Die Region Göttingen Güntzler: Kein Eingriff in UMG-Organisationsstruktur
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00:18 22.09.2017
Theuvsen, Siess, Güntzler, Kroemer, Freytag und Adam (v.l) am neuen Herzzentrum. Quelle: Niklas Richter
Göttingen

Den Masterplan 2.0 der Universitätsmedizin Göttingen nennt der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler „ausgeklügelt”: Die CDU-Fraktion im Landtag hatte am Montag in einer Pressemitteilung die Pläne für den Neubau als „Stückwerk” bezeichnet. Noch immer fehle nach Ansicht der CDU-Fraktion “ein Vorschlag für eine zentrale Koordinierung der geplanten UMG-Großbauvorhaben.

CDU-Bundestagskandidat Güntzler und die Landtagskandidaten Ludwig Theuvsen und Harm Adam informierten sich am Dienstag beim Vorstand der UMG über den Masterplan.

Güntzler sprach von „Nebengeräuschen” und davon, dass man im 100 Kilometern Entfernung von Göttingen - also in Hannover - nicht immer „so wahrgenommen“ werde und dass es in der MHH Hannover anders zugehe als an der UMG . Die „Nebengeräusche” hat CDU-Ministerpräsidentenkandidat Bernd Althusmann produziert, als er eine künftige Teilung der Zuständigkeit der Ministerien vorschlug. Demnach sollten Forschung und Lehre weiter im Wissenschaftsministerium bleiben, die Klinikplanung wie alle anderen Krankenhäuser beim Sozialministerium landen. Ein Vorschlag, der von der SPD-Landtagsabgeordneten Gabi Andretta scharf kritisiert wurde. Forschung, Lehre und Krankenversorgung sind an der UMG vereint. Güntzler erklärte, er habe lange Gespräche mit Althusmann geführt, man stehe zum Modell der Stiftungsuniversität und zur künftigen UMG-eigenen Bauherrengesellschaft. “Das war so nicht gemeint”, sagt Güntzler. “In die Organisationsstruktur der UMG soll nicht eingegriffen werden.” Er attestierte Andretta zudem einen engagierten Einsatz für die UMG.

Auch Heyo Kroemer, Sprecher des UMG-Vorstands, sagte: “Mit der UMG-Governance sind wir sehr zufrieden, wir sehen keinen Veränderungsbedarf”. Die Abläufe im Baubereich allerdings seien verbesserungswürdig. “Wenn wir erfolgreich bleiben wollen, können die nicht so bleiben”, so der UMG-Vorstand. Ein Beispiel: Den Baubedarfsantrag für das Bettenhaus, das demnächst gebaut werden soll, habe man bereits 2013 gestellt. Bis zum Zuwendungsbescheid seinen vier Jahre vergangen. “Wir müssen in den Planungs- und Entscheidungsprozessen schneller werden”. Deshalb, so Finanzvorstand Sebastian Freytag, wolle man eine Bau-GmbH als UMG-Tochterfirma ausgliedern, die von einem Profi geführt wird. Dort müsse die Entscheidungskompetenz angesiedelt sei - mit einem starken Aufsichtsrat. Darin sollen dann Fachleute aus Hannover und den Ministerien sitzen. Die GmbH sei ein Hybrid, zur Hälfte mit Staatsdienern und zur anderen Hälfte von den Bauträgern gebildet. Als Beispiel nannte er Münster, wo es solch ein Konstrukt bereits gibt.

In Hinblick darauf, dass das Bettenhaus demnächst gebaut werden kann, es aber keine Entscheidung für den direkt angrenzenden OP-Neubau gebe, forderte Kroemer “etwas Risikobereitschaft”, um den OP-Neubau als vorgezogene Maßnahme zu genehmigen. Das zweifache Einrichten einer Baustelle koste zusätzlich Geld. Kroemer: “Wir haben vorgelegt, wenn Sie einen Konsens in der Politik finden, wäre das für uns entscheidend.”

Von Britta Bielefeld

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