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Göttingen „Hier wird gar nichts zerschlagen“
Die Region Göttingen „Hier wird gar nichts zerschlagen“
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18:14 06.10.2017
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Göttingen/Hannover

„Wir wollen nichts an der Organisationsstruktur bei Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ändern“, versichert Hilbers, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender im Niedersächsischen Landtag und Mitglied von Althusmanns Kompetenzteam. Es werde mit der CDU keine Trennung von Forschung, Lehre und Patientenversorgung geben: „Hier wird gar nichts zerschlagen.“

Hilbers tritt damit der Kritik von SPD und Grünen entgegen, die CDU wolle die ministerielle Zuständigkeit für das Uni-Klinikum aufsplittern. Unter anderem hatte die Göttinger SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta kritisiert, die CDU müsse wissen, dass es in einem Integrationsmodell wie der UMG keinen gesonderten Universitäts- oder Klinikumsteil mehr gebe. Zuvor hatte Ministerpräsident-Kandidat Althusmann erklärt, dass künftig nicht mehr das Wissenschaftsministerium, sondern das Sozialministerium für die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Uniklinik Göttingen zuständig sein soll. Dadurch sollten geplante Bauvorhaben besser geplant und schneller realisiert werden.

Mit einer Baugesellschaft, erklärte Hilbers jetzt, könne die notwendige grundlegende Weiterentwicklung des Göttinger Uni-Klinikums in einem großen Schwung und nicht Abschnitt für Abschnitt geplant und umgesetzt werden: „Wir brauchen eine richtig gute Fachplanung.“

Der derzeitigen rot-grünen Landesregierung warf Hilbers vor, vielen Ankündigungen zu oft keine entsprechenden Taten folgen zu lassen. Sollte die CDU die Wahl gewinnen, werde sie die derzeitige Niedrigzinsphase ausnutzen, um auch im sozialen Bereich Verbesserungen zu erreichen. „Wer glaubt, demografische Probleme ließen sich allein durch zuzug lösen, irrt und wird gnadenlos scheitern“, sagte Hilbers an die Adresse der Landesregierung.

Große Herausforderungen sieht Hilbers im Bereich der Pflege und im sozialen Wohnungsbau. Der Pflegeberuf müsse attraktiver gestaltet werden - „auch, um den ländlichen Raum attraktiv zu behalten“. Neben der Stärkung der professionellen Pflege seien auch mehr Unterstützung der Tagespflege, mehr Pflege-Aushilfen und mehr Kurzzeiteinrichtungen vonnöten, um pflegende Familienangehörige zu entlasten.

Von Matthias Heinzel

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