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Göttingen Charles Knie hat in Göttingen Premiere: Musik, Gesang und wilde Tiere
Die Region Göttingen Charles Knie hat in Göttingen Premiere: Musik, Gesang und wilde Tiere
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21:54 10.04.2015
Ambra am seidenen Tuch ohne Netz und doppelten Boden. Quelle: Pförtner
Göttingen

In der Nachmittagspremiere waren viele Kinder. Sie deuteten auf für sie Sehenswertes und zeigten auf diese Weise, ob es ihnen gefiel oder nicht.

Zum Beispiel blickten sie gebannt auf die großen Kamele, die in die Manege stürmten. Einige Kinder drückten sich aufgrund der Nähe zu den riesigen Tieren tiefer in ihren Sitz.

Abwechselnd gab es Artisten und Tiere zu sehen. Um die Wartezeiten zwischen den Darbietungen zu überbrücken, tanzte das Showballett in knappen Kostümen durch die Reihen und Clown Cesar Dias machte seine Späße mit dem Publikum.
Für Spannung sorgten die Trapezkünstler Flying Costas: Wie ein Uhrwerk passten sie ihre Sprünge, Schwünge und Saltos ab.

Knapp mehr als 1000 Gäste haben die Premiere des Zirkus Charles Knie am Freitag besucht. © Pförtner

Doch am Premierentag sollte es einmal nicht klappen. Ein Artist stürzte ab. Ein Raunen ging durch die Reihen, doch das Netz hatte ihn aufgefangen. Das Publikum applaudierte und die Artisten machten weiter. Im Anschluss gelang der dreifache Salto.

Anders als im Kino oder Theater war der Zuschauer Teil der Veranstaltung: So wurde ein Gast von den Rollschuhfahrenden Medinis in ihre Mitte genommen. Ein anderer durfte sich mit Cesar Dias duellieren. Doch auch mit kleinen Gesten, bedachten die Künstler ihre Zuschauer.

Musik und Gesangseinlagen verstärkten den Showcharakter der Vorstellung. So startete unter anderem Ives Nicols seine Nummer singend, während seine Partnerin Ambra, am Seidentuch hängend, ihn mit sich riss. Unter dem Zirkuszelt vollführten sie ihre Kunststücke ohne Netz.

Den Gästen gefiel die Premiere. Sie lobten am Ende die Akteure mit ausdauerndem Beifall und Stampfen. Die Show dauerte zwar zweieinhalb Stunden, doch war es ein kurzweiliger Nachmittag, bei dem keine Langeweile aufkam.

Von Björn Lorenz

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