Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Debatte um Lohbergschule und OHG
Die Region Göttingen Debatte um Lohbergschule und OHG
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 30.04.2018
Weil die Turnhalle zu klein ist, feiert die Lohbergschule viele Feste draußen – im vergangenen Jahr auch die verregnete Einschulung. Quelle: r
Anzeige
Göttingen

Schnell und ohne längere Diskussion haben sich die Schulpolitiker des Rates am Donnerstag auf diese beiden Positionen geeinigt - und damit den Unmut von Lehrern wie Eltern der Lohbergschule eingehandelt. Die Grundschule selbst hatte für den Ausbau ihrer Turnhalle geworben. Sie ist zu klein für Veranstaltungen mit mehr als 200 Gästen. Diese Zahl aber werde bei Einschulungen und Festen weit überschritten, betonten im Ausschuss noch einmal Schulleitung und Elternvertreter. Zudem könne eine als „Versammlungsstätte“ ausgewiesene Halle auch besser für die Ganztagsbetreuung genutzt werden.

Der Haken dabei: Für öffentliche Versammlungsstätten, in denen sich mehr als 200 Personen aufhalten, gelten strenge Ausbau- und Brandschutzauflagen. Und die würden an der Lohbergschule einschließlich normaler Baumaßnahmen unterm Strich 250.000 Euro kosten, hatte die Stadtverwaltung zuvor errechnet.

Vor diesem Hintergrund lohne sich ein Ausbau für „etwa zwei Veranstaltungen im Jahr“ nicht, erklärte die Verwaltung ihre Einschätzung. Und dieser folgten auch die Ausschussmitglieder – unter Protest von Eltern und Schulvertretern. „Wir nutzen die Halle mehrmals im Jahr für verschiedene Feste, Theateraufführungen und andere Veranstaltungen“, erklärte Schulleiter Hans-Joachim Reuter. Zurzeit müssten viele Aktionen in aufgeteilten Gruppen umgesetzt werden.

Bereits vom Rat beschlossen ist ein Anbau für das OHG, in dem dann zusätzliche Klassenräume untergebracht werden sollen. Die Verwaltung hat bereits konkrete Pläne dafür entworfen, „die jetzt endlich im Ausschuss öffentlich vorgestellt werden müssen“, forderte für die CDU Olaf Feuerstein. Zugleich solle die Verwaltung zu den Plänen Stellungnahmen von der Schulleitung und vom Schulvorstand des OHG einholen und diese ebenfalls im Schulausschuss vorlegen.

Hintergrund dieser Forderung sind bereits aufkommende Proteste aus der Schule, in der Pläne bereits vorliegen. Und die hätten Schulvertreter geradezu entsetzt, sagte Susanne Stobbe (Grüne). „Da hapert es offensichtlich mit der Kommunikation“, fügte sie an. Zugleich plädierte sie dafür, die Schule mehr einzubeziehen, um die Pläne nach ihrem pädagogischen Konzept zu gestalten.

In der nächsten Sitzung des Schulausschusses soll die Verwaltung ihre Pläne und Stellungnahmen aus dem Schulbereich vorlegen. Das hat das Gremium ebenso einstimmig beschlossen wie die Absage an die Lohbergschule.

Von Ulrich Schubert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Martin-Luther-King-Schule (MLK) in Göttingen bekommt Bestandsschutz bis 2028. Das hat der Schulausschuss des Rates am Donnerstag mit großer Mehrheit beschlossen. Bereits ab kommender Woche können Kinder für den neuen 5. Jahrgang der Förderschule angemeldet werden.

29.04.2018
Göttingen Zukunftstag 2018 bei Sartorius - Programmieren und Pipettieren bei Sartorius

Was macht ein Fachinformatiker und was passiert in einem Labor? Zum diesjährigen Zukunftstag für 10- bis 16-jährige Mädchen und Jungen hielt Sartorius spannende Aktionen und wissenswerte Informationen bereit. Mehr als 50 Schüler besuchten am Donnerstag das Sartorius College.

26.04.2018
Göttingen Prozess um Messerattacke am „Kauf Park“ - Zeugin hörte Frau laut um Hilfe schreien

Im Prozess um eine Messerattacke auf eine 22-jährige Frau am Einkaufszentrum „Kauf Park“ in Göttingen hat das Landgericht Göttingen am Dienstag mehrere Zeugen vernommen, die sich kurz nach der Tat als erstes um die Schwerverletzte gekümmert hatten.

26.04.2018
Anzeige