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Göttingen Höher auf dem ehemaligen IWF-Gelände
Die Region Göttingen Höher auf dem ehemaligen IWF-Gelände
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00:21 08.09.2017
Nach knapp drei Jahren: Bauausschuss des Rates nimmt Beratungen über IWF-Gelände wieder auf. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Wenn in einem Jahr der Mietvertrag ausläuft und die Flüchtlingsunterkunft in den Gebäuden des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film schließt, sollen auf dem Gelände am Nonnenstieg fünf mehrgeschossige Neubauten entstehen. In Teilen höher als es der Bauausschuss 2013 beschlossen hatte. Das geht aus den jetzt von der Verwaltung vorgelegten Unterlagen für einen erneuten Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan hervor.

Danach ist das Ziel der Planungen, Geschosswohnungsbau auf dem Gelände zu ermöglichen und zu fördern. Die im Bebauungsplan „festgesetzten Geschossigkeiten“ verlangten mindestens drei Vollgeschosse, in Teilen bis zu fünf. „Mit der Zulässigkeit von bis zu fünf Vollgeschossen in einigen Baugebietsteilen wird vom Beschluss des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke vom 23. Mai 2013, nach dem maximal vier Vollgeschosse nicht überschritten werden sollten, abgewichen“, heißt es. Vorgesehen ist das für zwei Gebäude im südöstlichen Bereich.

„Sozialer Wohnungsbau“ vertraglich festgelegt

Mit den jetzt wieder aufgenommenen Planungen soll „insbesondere dem gestiegenen Bedarf an preisgünstigem Wohnraum getragen werden“, heißt es. Die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum soll zudem in einem Städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und Borzou Rafie Elizei, Geschäftsführer der EBR Projektentwicklung GmbH, festgehalten werden. Demnach sollen 15 Prozent der neuen Wohnfläche als „Sozialer Wohnungsbau“ gebaut werden, bei weiteren 15 Prozent der Wohnungen soll die Kaltmiete sieben Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen. Dabei seien Wohnungen unterschiedlicher Wohnungsgröße zu bauen. Rafie hatte dies bereits im Mai angekündigt. Während die Grünen Rafies Zusage begrüßten, blieben die Piraten skeptisch.

Erster Entwurf: So sollten die Neubauten auf dem IWF-Gelände einmal aussehen. Bei den Anwohnern regte sich Protest. Quelle: R

Die Pläne der EBR für das Gelände sind nicht neu: Bereits im Februar 2012 hatte der Verwaltungsausschuss des Rates den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst, es gab einen Architektenwettbewerb für die Bebauung und lange öffentliche Diskussionen, in deren Verlauf sich zwei Bürgerinitiativen gründeten, die das Vorhaben kritisch begleiteten. Nach Beratungen in den politischen Gremien sollte es im November 2014 zu einem Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan kommen. Die Entscheidung wurde jedoch vertagt, seitdem ruhte das Aufstellungsverfahren.

Anna-Vandenhoek-Ring statt IWF

In der Zwischenzeit hatte die Stadt das Gebäude von der EBR angemietet, um Geflüchtete darin unterzubringen. Dieser Mietvertrag läuft nun im kommenden Jahr aus. Die Option, diesen zu verlängern, hatte die Politik zugunsten der Unterkunft im Groner Anna-Vandenhoek-Ring im Mai verworfen. Auch um den Weg für den dringend benötigten Wohnungsbau im Nonnenstieg freizumachen.

Die Sitzung des Bauausschusses beginnt am Donnerstag, 7. September, um 16 Uhr im Sitzungsraum 118 des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4. Weitere Themen sind unter anderem der Ausbau von Nikolaistraße, Düsterer Straße und die Planungen zur Turmstraße-West, die Sanierung der Stadthalle und der Bebauungsplan „Grüne Mitte Ebertal“.

Von Michael Brakemeier

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