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Göttingen Diskussion um Starkstromleitung auf Göttinger Stadtgebiet geht weiter
Die Region Göttingen Diskussion um Starkstromleitung auf Göttinger Stadtgebiet geht weiter
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00:19 15.03.2013
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Göttingen

„Eine Erdverkabelung mit Drehstromtechnik in der Elliehäuser Feldmark als unser Naherholungsgebiet wird aufgrund der gesundheitlichen Gefährdung der Menschen durch zusätzlichen Elektrosmog abgelehnt.“ Durch die zusätzliche Stromleitung drohe ein „erheblicher“ Wertverlust der angrenzenden Grundstücke und Immobilien, die Landschaft werde stark beeinträchtigt und die Entwicklung von Elliehausen eingeschränkt.

Gesundheitsgefahren für Schüler

Ähnlich argumentieren die Freien Wähler und fürchten Gesundheitsgefahren. Davon sei die Mittelberg-Grundschule zwischen Groß Ellershausen und Hetjershausen „massiv“ betroffen. Schüler und Lehrer wären „dauerhaft einer möglicherweise krankmachenden, elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt“. Eine „nicht tolerierbare“ Folgeerscheinung sei, „ein nicht zu nutzender Streifen, der sich in Zukunft durch die Landschaft ziehen wird.“ Durch die Erwärmung des Bodens durch ein Erdkabel werde sich ein 20 bis 40 Meter verödeter, landwirtschaftlich unbrauchbarer Streifen durch die Landschaft ziehen, fürchten die Freien Wähler. Sie schlagen als Alternative für den Stromtransport eine Hochspannung-Gleichstrom-Übertragung vor. Diese sei zudem wirtschaftlicher.

Keine „seriöse Berechnung“

Der Göttinger FDP-Bundestagsabgeordnete Lutz Knopek verlangt nun Fakten von den Freien Wählern. Sie sollten ihre Berechnungen offenlegen. Ihm sei bislang keine „seriöse Berechnung“ dazu bekannt. Er gehe davon aus, dass „das Wechselstromerdkabel nach dem neuesten Stand der Technik abgeschirmt wird“. Zudem sei in der Diskussion um Grenzwerte „viel Panikmache im Spiel, ohne dass seriöse Studien zugrunde gelegt werden“.

Angesichts dieser Äußerungen Knopeks fragt sich die Ratsfraktion der Linken im Rat der Stadt, für wen Knopek eigentlich spreche. Es sei ein „merkwürdiges Verständnis von Beweislast“, wenn nach Knopeks Meinung Bürgerinitiativen und Kritiker Emissionsbelastungen belegen müssten und nicht der Betreiber die Unbedenklichkeit. Knopek mache sich zum „einseitigen Sprachrohr des holländischen Stromnetzbetreibers Tennet. Einseitig habe sich Knopek zugunsten von Tennet positioniert, sagt Linken-Fraktionschef Gerd Nier.

Eine Einwohnerversammlung zur Höchstspannungsleitung beginnt am heutigen Mittwoch, 13. März, um 19 Uhr im Sporthaus Groß Ellershausen, Hetjershäuser Weg 28.

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