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Göttingen Drei mögliche Ursachen für Elch-Tod
Die Region Göttingen Drei mögliche Ursachen für Elch-Tod
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19:46 05.11.2009
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Der als „Knutschi“ bekannt gewordene Elchbulle war Anfang Oktober von Polizei und einem Tierarzt an der A 7 bei Lutterberg betäubt und in den Reinhardswald gebracht worden. Vier Tage später wurde er dort tot gefunden. Zuvor war das aus dem polnischen Raum stammende Tier wochenlang durch Nordhessen und Südniedersachsen gestreift.

Stress oder Virus?

Für die Todesursache gebe es „drei prinzipielle Erklärungsmöglichkeiten“, so Reinacher:

• Unter anderem könne der Stress nach der Narkose zu einer Degeneration der Mus­kelfasern geführt haben. Eine solche Myopathie führe in den meisten Fällen zum Tod. Allerdings hätten die Pathologen nur noch wenige degenerierte Fasern finden können, weil der 321 Kilogramm schwere Elchbulle zum Obduktionszeitpunkt bereits stark verwest gewesen sei.

• Außerdem seien blutige Schwellungen am Gaumen und an den Stimmbändern entdeckt worden, die zu einer Behinderung der Atmung geführt haben könnten. Die Ursache für die Schwellung sei unbekannt.

• Dritter möglicher Grund könnte eine Virusinfektion gewesen sein. Darauf deuteten Ent­zündungen in der Mundschleimhaut des zwei bis drei Jahre alten Tieres hin. Allerdings seien keine Viren nachgewiesen worden.

„Keine der drei Erklärungsmöglichkeiten lässt sich eindeutig als Todesursache be­nennen“, betonte Reinacher. Möglich wäre auch ein Zusammenwirken. An den Untersuchungen waren fünf externe Labore beteiligt. Die Ergebnisse wurden gestern in einer Pressekonferenz mitgeteilt.

Von Ulrich Schubert

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