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Göttingen Dreiklang der Diakonie
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16:28 24.06.2018
Hans-Joachim Lenke, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Niedersachsen hielt die Predigt beim Johannisempfang. Quelle: Vera Wölk
Göttingen

Lenke ist Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Niedersachsen. Sowohl der Gottesdienst, als auch die anschließenden Grußworte beschäftigten sich mit den Fragen: „Was braucht Kirche von uns?“ und „Was erwartet die Gesellschaft von uns?“. Lenke erinnerte in seiner Predigt zunächst daran, dass es ein breites Spektrum an diakonischer Arbeit gebe, und, dass Kirche und Diakonie untrennbar miteinander verbunden sein. „Der Fokus der Diakonie liegt auf der Nächstenliebe“, erklärte Lenke. Eigentlich sollte die Diakonie einen Dreiklang darstellen. Zu diesem Dreiklang gehöre zunächst, dass man die Augen für die Realität öffne. Ein Beispiel dafür sei, dass die Menschen die Augen davor verschließen, dass die Armut in Deutschland zunehme, und die Zahl der Obdachlosen steige. Der zweite Punkt sei, dass die Menschen ein offenes Herz benötigen, um auf die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen einzugehen. „Ich bin stolz darauf, dass sich viele Menschen während der Flüchtlingskrise engagiert haben“, sagte Lenke. Deshalb sei es auch schade, dass die damals entstandene Willkommenskultur jetzt häufig in den Dreck gezogen werde. Der dritte Punkt des Dreiklangs sei, dass Gott sich großzügig verschenke. „Die Menschen können sich dieses Geschenk nicht verdienen, sondern es nur annehmen“, erklärte Lenke.

Gemeinsame Verantwortung der Religionen

Bei den Grußworten ragte das von Jacqueline Jürgenliemk, der Vorsitzender der jüdischen Gemeinde raus. Sie betonte zum einen die gemeinsame Verantwortung aller Religionen und zum anderen sagte sie, dass die Religionen abseits von politischen Gedanken als Querdenker fungieren sollten. Zudem forderte sie Gemeinschaft und Toleranz. „Ich fand das Grußwort vor dem Hintergrund der Diskussionen um den Reformationstag groß von ihr“, sagte Superintendent Friedrich Selter. Die Geschäftsführerin der GWG, Ursula Haufe, ging außerdem auf den Bau des Forums ein, durch das die Verbindung von Kirche und Diakonie auch nach außen hin sichtbar werden soll.

Von Vera Wölk

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