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Göttingen Duderstädter IGS-Debatte beflügelt Anmeldungen
Die Region Göttingen Duderstädter IGS-Debatte beflügelt Anmeldungen
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10:43 18.05.2017
Die Gesamtschule Gieboldehausen profitiert von der Diskussion um die katholische Gesamtschule in Duderstadt. Quelle: Pförtner
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Duderstadt/Bovenden/Hann. Münden

Das geht aus den Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen im alten Landkreis Göttingen ohne die Stadt hervor. Registriert sind dabei die Anmeldungen durch Eltern und ihre Kinder an den vorgesehen Stichtagen. Im Eichsfeld hat die drohende Schließung der katholischen IGS dabei die Schullandschaft offenbar in Bewegung gebracht: Die Kooperative Gesamtschule in Gieboldehausen verzeichnete für das neue Schuljahr 145 Anmeldungen. Das sind 37 mehr als im Vorjahr - überwiegend im Haupt- und Realschulbereich. Im Zuge der IGS-Debatte sind Eltern auch verunsichert, ob und wie der Landkreis seine Haupt- und Realschulen in Duderstadt neu strukturieren wird. Folge: 65 Anmeldungen an der Heinz-Sielmann-Realschule, 20 weniger als 2016 und zwölf Anmeldungen an der Astrid-Lindgren-Schule (-2). Das Eichsfeld-Gymnasium in Duderstadt wollen ab Sommer 127 derzeitige Viertklässler besuchen - neun weniger als 2016.

Weiterhin stetigende Zahlen hat die Carl-Friedrich-Gauß-Oberschule in Groß Schneen mit jetzt 108 Anmeldungen. Das ist ein Plus von 18 Schülern - fast ausschließlich im Realschulbereich. Die noch junge Oberschule "Am Hohen Hagen" in Dransfeld ist stabil mit 36 Anmeldungen (+3). Das gilt auch für das Grotefend-Gymnasium in Münden mit 95 Anmeldungen (+3). 

Uneinheitlich ist die Entwicklung der anderen weiterführenden Schulen in Hann. Münden: 37 Schüler an der Hauptschule "Am Botanischen Garten" - ein Plus von 13 Fünftklässlern (bei sieben Inklusionskindern). Auch die Drei-Flüsse-Realschule meldet mit 51 statt zuvor 43 Anmeldungen einen positiven Trend.  Die Werra-Realschule hingegen hatte 20 Anmeldungen - zehn weniger als 2016.

Auffällig sind auch die Anmeldezahlen der Integrierten Gesamtschule Bovenden. Dort hatten sich im April parallel zu den Göttinger Gesamtschulen zunächst 40 Kinder angemeldet, etwa 20 weniger als im vergangenen Jahr. Der Landkreis meldet jetzt als Schulträger 68 neue Schüler - statt 114 im Vorjahr. Dabei hat er Kinder mit berücksichtigt, die zunächst an einer anderen Schule keinen Platz gefunden hatten und über eine Verteilkonferenz nach Bovenden empfohlen wurden. Nach Meinungen von Schulpolitikern und Pädagogen leidet die IGS Bovenden unter einem schlechten Ruf, der ihrer pädagogischen und konzeptionellen Arbeit nicht Gerecht wird.

Behinderte und andere Inklusionskinder sind in der Statistik doppelt gezählt - sie belegen aufgrund ihres besonderen Betreuungsbedarfes also jeweils zwei Plätze. Zwischenzeitliche Nachzügler und Wechsler sind noch nicht berücksichtigt. Bisher nicht bekannt sind die Anmeldungen an kirchlichen und anderen privaten Schulen im alten Landkreis.

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