Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Einigung im Göttinger Schulstreit um Anmeldungen
Die Region Göttingen Einigung im Göttinger Schulstreit um Anmeldungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 30.09.2017
Der Schulstreit um Anmeldetermine in Göttingen ist beigelegt. Quelle: dpa
Göttingen, Göttingen

„Es war ein sehr gutes Gespräch, bei dem alle aufeinander zugegangen sind“, kommentierte Göttingens Schuldezernent Siegfried Lieske das Ergebnis der Runde mit allen Schulleitungen am Dienstagabend. Unter Federführung der Landesschulbehörde hatten sie sich zum zweiten Mal getroffen, um den Terminstreit aufzulösen. Fazit: Im kommenden Jahr wird es am 2. und 3. Mai erstmals gemeinsame Anmeldetage geben.

Zweite Chance bei zweitem Termin

Zum Hintergrund: Nach der Grundschule wechseln die Kinder an eine weiterführende Schule. In Göttingen haben sie die Wahl zwischen vier Gesamtschulen inklusive der IGS Bovenden und fünf Gymnasien. Bisher konnten Eltern ihr Kind zunächst bei einer der Gesamtschulen anmelden. Wurden sie an ihrer Wunschschule abgelehnt, haben sich viele an einem ebenfalls festgelegten Termin zwei Wochen später an die Gymnasien gewandt.

Gegen diese Terminteilung hatten vor allem die Gymnasien immer wieder protestiert. Sie sehen darin eine Bevorzugung der Gesamtschulen und beklagten, dass Eltern zunehmend leistungsschwache Kinder an einem Gymnasium anmelden und sie damit überfordern. Aus Protest hatten die Gymnasien in diesem Jahr parallel zum offiziellen Anmeldetermin der Gesamtschulen eigene sogenannte Reservierungstage angeboten.

Die Leiterin des Theodor-Heuß-Gymnasiums, Ulrike Koller, begrüßte die Entscheidung auch als Sprecherin aller Göttinger Gymnasialschulleiter. Mit den Reservierungstagen hätten die Gymnasien bewiesen, dass ein gemeinsamer Anmeldetermin „geordnet ablaufen kann“.

„Passgenaue Wege für die Kinder“

Auch der Leiter der „Neuen IGS“, Lars Hummrich, äußerte sich zufrieden und ergänzte: „Denn wir haben auch klar gesagt, dass wir für die Anmeldungen und anschließende Verteilung gemeinsam ein sinnvolles Verfahren erarbeiten wollen, um die bisherigen Probleme zu verhindern.“ Alle seien jetzt gewillt, gemeinsam passgenaue Wege für alle Kinder anzubieten, ergänzte Lieske. Diskutiert werden solle während einer längeren Klausur auch, „wie die große Aufgabe der Inklusion und Integration besser verteilt werden kann“.

Kritik gibt es hingegen vom Leiter der IGS in Geismar, Wolfgang Vogelsaenger. „Ich weiß jetzt schon wie viele Eltern sich bitter beklagen werden, wenn sie bei uns keinen Platz, aber auch keine zweite Chance für eine Anmeldung an einem Gymnasium bekommen.“ Zugleich forderte er die Gymnasien auf, sich mehr im Bereich Inklusion behinderter Kinder einzubringen.

Von Ulrich Schubert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Suppe satt auf dem Wilhelmsplatz: Zum inzwischen elften Mal haben Schüler der Berufsbildenden Schulen am Ritterplan (BBS) ein Kürbisfest auf dem Wilhelmsplatz organisiert. Die Einnahmen der zweitägigen Veranstaltung gehen an die Göttinger Tafel.

30.09.2017

Vorhang auf für das erste „GT Autokino“ auf dem Göttinger Schützenplatz: Mit „Baywatch“ (19.30 Uhr, Einlass 18 Uhr) und „Baby Driver“ (22.30 Uhr, Einlass 22 Uhr) laufen am Donnerstag, 28. September, die ersten beiden von insgesamt sechs Filmen.

27.09.2017

Nur einen halben Meter breit ist der Bürgersteig vor dem Neubau, der an der Backhausstraße 8 in Grone entsteht. Das Gebäude grenzt, anders als der Vorgängerbau, unmittelbar an den öffentlichen Straßenraum. Die Stadt, so Verwaltungssprecher Detlef Johannson, hätte den Bau aufgrund eines fehlenden Bebauungsplans genehmigen müssen.

30.09.2017