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Einwände gegen Telefonrechnung nur selten erfolgreich

Ärger mit Mobiltelefonen Einwände gegen Telefonrechnung nur selten erfolgreich

Böse Überraschungen auf der Mobiltelefon- oder Smartphonerechnung – viele Verbraucher kennen das. Unter „Beträge anderer Anbieter“ tauchen Summen für Dienstleistungen auf, an die sich der Nutzer nicht erinnern kann. Doch jeder, der eine solche überhöhte Rechnung bekommt, kann sich wehren, erklärt die Verbraucherzentrale. Doch auch mit Erfolg?

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Macht nicht nur Freude – besonders, wenn eine überhöhte Rechnung kommt: das Smartphone, mittlerweile für viele unentbehrlicher Begleiter.

Quelle: dpa

Göttingen. Jede Rechnung kann beanstandet werden. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Kontaktdaten der entsprechenden Anbieter auf der Rechnung anzugeben sind. Daher können Betroffene die richtigen Ansprechpartner schnell finden. Was dann geschieht, ist von dem jeweiligen Sachverhalt und Anbieter abhängig. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen wollte wissen, wie Kunden und Firmen reagieren und hat eine Umfrage unter Telefonbenutzern gestartet.

Nur 19 Prozent aller Beschwerden seien von den Anbietern erfolgreich und problemlos bearbeitet worden, so das vorläufige Ergebnis der Umfrage. 19 Prozent der Beschwerden hätten zwar Erfolg gehabt, die Bearbeitung sei aber zeitaufwändig gewesen. In 16,7 Prozent der Fälle sei die Reklamation abgelehnt worden, bei 21,4 Prozent habe der Anbieter die Beschwerde schlicht ignoriert.

Die häufigsten Beschwerden richteten sich mit jeweils 26,2 Prozent aller Fälle an die Anbieter Vodafone und O2, gefolgt von der Telekom mit 19 Prozent. Der Rest verteilt sich auf verschiedene Anbieter.

Wer mit seiner Telefonrechnung nicht einverstanden ist, sollte diese umgehend beanstanden, erklärt die Verbraucherzentrale. Einwendungen gegen bestimmte Rechnungsposten müssen gegenüber dem Anbieter erhoben werden, dessen Forderung reklamiert wird. Je früher man tätig wird, desto besser, aber länger als acht Wochen sollte man nicht warten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Einwände immer schriftlich und möglichst per Einschreiben zu erheben. Nur so liegen im Streitfall handfeste Beweise vor.

Unstrittige Rechnungsbeträge müssen fristgerecht gezahlt werden. Dann muss der Rechnungsersteller informiert werden; welche Positionen nicht bezahlt werden, reicht aus. Ohne diese Angabe würde der gezahlte Teilbetrag auf alle Telefonanbieter gleichmäßig verteilt. Dann hätte der Kunde alle Forderungen nur teilweise beglichen und muss damit rechnen, von allen Anbietern eine Mahnung zu bekommen, warnt die Verbraucherzentrale. Falls die Telefongesellschaft eine Einzugsermächtigung hat, kann der Lastschriftabbuchung durch die Bank widersprochen und der unbeanstandete Teil überwiesen werden.

Es ist der Netzbetreiber, der nachweisen muss, dass die Verbindungen richtig berechnet wurden und die technischen Einrichtungen für die Ermittlung der Verbindungsentgelte fehlerfrei funktioniert haben. Dazu wird der Betreiber in der Regel die Verbindungsdaten in einem Einzelentgeltnachweis (EEN) aufschlüsseln und seine technischen Anlagen überprüfen. Das Ergebnis der Prüfung muss er dem Kunden nur auf Verlangen vorlegen.

Wegen möglicher Beweisnachteile sollte der Telefonkunde bei Vertragsschluss zudem keinesfalls der sofortigen Löschung der Verbindungsdaten zustimmen, raten die Verbraucherschützer. Mit Blick auf mögliche Rechtsstreitigkeiten ist es besser, die Daten auch nach Rechnungsversand ungekürzt speichern zu lassen. Bei der technischen Prüfung ist es sinnvoll, ein kostenloses Prüfprotokoll zu verlangen und sich nicht mit einer nichts sagenden Zertifizierungsbescheinigung zufrieden zu geben. Solange der Netzbetreiber kein Prüfprotokoll vorlegt, muss die Rechnung nicht bezahlt werden.

Teilnahme an der Umfrage der Verbraucherzentrale unter verbraucherzentrale-niedersachsen.de

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