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Göttingen Eis und Schnee: Zahl der Glätteopfer steigt
Die Region Göttingen Eis und Schnee: Zahl der Glätteopfer steigt
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00:17 24.01.2013
Pausenlos im Einsatz: Die Räumdienste sind Tag und Nacht auf den Straßen in der Region unterwegs. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Die Polizei registrierte allein am Montag im gesamten Kreisgebiet bis zum Abend rund 40 Unfälle durch Schneeglätte, davon zehn im Bereich der Stadt und Bovenden, einer bei Duderstadt auf der B 446, zwei bei Münden und drei im Friedländer Raum. In allen Fällen blieb es bei Blechschäden. Verletzt wurde niemand.

Allerdings mussten Autofahrer zum Teil viel Geduld mitbringen. So etwa auf der Autobahn 7 in Richtung Süden, wo sich am Vormittag der Verkehr zeitweise bis zu 15 Kilometer lang staute, weil Lastwagen wegen der Schneefälle nicht den steilen Berg hinter der Werratalbrücke hinauf kamen. Mittags hatte sich der Stau dann aufgelöst. Polizeisprecher Joachim Lüther zum Unfallgeschehen: „Wir hatten zwar etliche Grabenrutscher, aber insgesamt blieb das Unfallgeschehen relativ harmlos.“

So auch im Northeimer Bereich. Nur bei Katlenburg krachte es zweimal. Blechschäden in Höhe von 10 500 Euro entstanden dort. Die Polizei spricht in allen Fällen von nicht angepasster Geschwindigkeit als Unfallursache.

Die Folgen des Wintereinbruchs bekommen auch die Kliniken zu spüren. Laut Jeannine Grewe, unfallchirurgische Fachärztin in der Zentralen Notaufnahme des Weender Krankenhauses, wurden allein am vergangenen Freitag 135 Notfälle in der Notaufnahme behandelt. Am Wochenende waren es 143.

„Durch das winterliche Wetter sind vermehrt Handgelenks- und Sprunggelenksfrakturen durch Stürze zu beobachten“, sagte Grewe. „Weitere unfallchirurgische Notfälle, die derzeit häufiger als sonst bei uns behandelt werden, betreffen Verkehrsunfälle mit Schleudertraumata. Bei älteren Patienten treten derzeit zudem vermehrt hüftgelenksnahe Frakturen auf.“

Auch ins Universitätsklinikum seien in den vergangenen Tagen vermehrt Glätteopfer eingeliefert worden, sagte Klaus Michael Stürmer, Leiter der Unfallchirurgie. Viele der Patienten seien bei Verkehrsunfällen, aber auch beim Schlitten- oder Skifahren verletzt worden. Die Zahl der meist älteren Sturzopfer mit Brüchen an Handgelenk oder Oberarm habe ebenfalls zugenommen.

Es bleibt weiter gefährlich auf den Straßen. Laut Harald Frischtatzky von der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes in Geismar hält das Winterwetter auch in den nächsten Tagen an. Nachts sind Temperaturen bis minus dreizehn Grad drin, tagsüber klettert das Thermometer nicht über minus fünf Grad. Allerdings gibt es nur noch leichten Schneefall.

Das wird die Räumdienste freuen. „Wir sind jetzt schon pausenlos im Einsatz“, sagt Dirk Brandenburg von den Göttinger Entsorgungsbetrieben. Diese sind auch für das Räumen der Fußgängerzone zuständig – zumindest zu einem Teil. „Wir machen in der Weender Straße in der Mitte einen drei bis vier Meter breiten Fahrstreifen“, so Brandenburg.

Vor den Geschäften und Häusern müssten allerdings die Besitzer einen ein Meter breiten Fußweg frei räumen.

Von Andreas Fuhrmann und Jürgen Gückel

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