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Göttingen Enger Fuß- und Radweg in der Göttinger Südstadt
Die Region Göttingen Enger Fuß- und Radweg in der Göttinger Südstadt
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00:19 29.07.2018
Anwohner testen die Wegbreite mit eigenem Mobiliar. Quelle: Peter Krüger-Lenz
Göttingen

Eine Anwohnerin steht mitten im Leinekanal. Eine Gartenstuhl aus Plastik hat sie ins Wasser gestellt. Darauf wird noch eine Aluleiter gelegt. fertig ist die Behelfsbrücke. Vier Meter breit soll der Überweg über den Kanal werden, wenn es nach dem Willen der Bauverwaltung geht, erzählen sie. Gebraucht werde der Übergang nicht, meinen die etwa 20 Protestler, die sich am Mittwochabend dort versammelt hatten, und verweisen auf zwei nahegelegene, bereits bestehende Brücken.

Auch Bänke haben sie mitgebracht, die sie am den Rand des Weges stellen. Eng wird es dadurch, „zu eng“, meinen die Demonstranten. Fahrradfahrer und Fußgänger könnten sich ins Gehege kommen.

Hervorragend funktioniert

Die Stadt hat indes bereits mit den Arbeiten an dem Weg begonnen. Die wassergebundene Decke, die laut der Anwohner hervorragend funktioniert habe, ist mit grobem Schotter bedeckt, Fahrradfahrer, Eltern mit Kinderwagen und Senioren mit Rollatoren haben Probleme auf diesem Untergrund.

Keine Probleme würden sie haben, wenn die Bauverwaltung den Weg asphaltiert. Dann, so befürchten die Anwohner, würde der idyllische Weg mit den Büschen und Bäumen am Rand allerdings zu einer Fahrradrennstrecke verkommen. Sie warnen vor Konflikten zwischen den Nutzern. Und sie beklagen, dass mit dem Vorrang für Radfahrer die Fußgänger vertrieben würden.

Rollator oder Rollstuhl

Der Göttinger Seniorenbeirat hat sich mit Blick auf die in der Nähe befindliche Seniorenanlage carpe diem im Vorfeld darauf aufmerksam gemacht, dass der Weg stark ausgewaschen sei und für die Senioren mit Rollator oder Rollstuhl kaum mehr nutzbar sei. Zudem enge das stark wuchernde Grün auf den Seitenstreifen den Weg ein. Das habe in der Vergangenheit bereits zu Beinahe-Unfällen geführt. Der Seniorenbeirat befürworte „einen leicht und ungefährlich zu begehenden Belag für diesen Weg, der dadurch barrierefrei werden kann – nicht nur für junge Familien mit Kinderwagen und Radfahrer, sondern eben auch für die große Anzahl an älteren Bürgern dieser Stadt“.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) traf sich vor Beginn der Baumaßnahmen mit den Demonstranten, die ihm Unterschriftenlisten überreichten. Er verwies darauf,, dass die geplante Umgestaltung des Weges eine Maßnahme aus dem Mobilitätskonzept sei, dieses sei „demokratisch legitimiert“, sei durch einen Beteiligungsprozess entstanden und in Ausschüssen und im Rat vorgestellt worden. Köhler habe ausdrücklich darauf hingewiesen, „dass es auch nach erneuter Abwägung gut sein könne, dass es bei der Entscheidung zum Asphalt bleibt“, hatte Verwaltungssprecherin Nina Winter mitgeteilt. Nach ersten Protestenhatte die Verwaltung die kurz bevorstehenden Asphaltierungsarbeiten zunächst gestoppt.

Schwarze Bitumendecke

Diese Arbeiten sind inzwischen allerdings auch angelaufen. Die ersten Meter zwischen Jahnstraße und Leinekanal bis zum Beginn des Weges sind mit einer schwarzen Bitumendecke versehen.

Von Peter Krüger-Lenz

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