Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Engstellen noch enger
Die Region Göttingen Engstellen noch enger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 02.02.2018
Mit Ironie wehren sich Esebecker gegen den Durchgangsverkehr. Quelle: Hinzmann
Anzeige
Esebeck

Die SPD-Ratsfraktion hatte angeregt, kurzfristig verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Straße „Über der Esebeeke“ einzurichten und mittelfristig in Kooperation mit den westlich an Göttingen angrenzenden Gemeinden (Adelebsen, Bovenden, Landkreis Northeim) Pläne auszuarbeiten, wie der Pendlerverkehr mit Ziel Göttingen auf den Durchgangsstraßen der westlichen Ortsteile (Esebeck, Elliehausen, Knutbühren und Hetjershausen) reduziert werden kann. Derzeit gilt im Ortsteil Esebeck auf der vom Pendlerverkehr stark belasteten Durchgangsstraße ‚Über der Esebeeke’ Tempo 50. Die SPD: „Entlang der Straße wohnen viele Kinder, hier befinden sich zudem die Bushaltestellen für die (Schul-)Busverkehre. Durch die Ausweisung einer Gefahrenstelle und Tempo 30 sowie die Schaffung baulicher Maßnahmen muss kurzfristige Abhilfe erfolgen, um die gefahrenen Geschwindigkeiten zu reduzieren.“ Mittelfristig müsse die Zahl der Pendler reduziert und in Richtung Mitfahrer-Modelle und ÖPNV gelenkt werden.

In ihrer Antwort im Umweltausschuss erklärte die Stadtverwaltung, die Verkehrsbelastung der Durchfahrtstraße in Esebeck bewege sich „auf einem vergleichsweise normalem Niveau“, Tempo 50 werde vom überwiegenden Teil der Autofahrer eingehalten. Der ermittelte Schwerverkehrsanteil liege bei nur zwei Prozent. Das Unfallaufkommen sei unauffällig. Außerdem habe die Durchfahrt als Teil der Kreisstraße 37 auch die Aufgabe, überörtlichen Verkehr aufzunehmen und „die weiter westlich gelegenen Orte wie zum Beispiel Barterode und Emmenhausen mit dem Stadtgebiet Göttingen zu verbinden“.

Derzeit gibt es im Verlauf der Straße „Über der Esebeeke“ drei Engstellen an den beiden Ortseingängen und in der Ortsmitte. Bei einer Durchfahrtsbreite von 4,75 Metern müssten Autofahrer im Bebegnungsverkehr kaum abbremsen. Von der allgemeinen Einschätzung der Verwaltung abgesehen, sei eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer rechtlich nicht möglich. Daher blieben zur Geschwindigkeitsdämpfung nur bauliche Maßnahmen, meint die Stadt. Um den Wünschen zur Temporeduzierung zu entsprechen, schlägt die Verwaltung nun vor, die südliche und mittlere Engstelle auf jeweils vier Meter Durchfahrtsbreite einzuengen. Damit sei ein Begegnungsverkehr in der Engstelle nicht mehr möglich. Die nördliche Engstelle vor der Straße Zum Kuhberg könne nicht weiter verengt werden, weil die derzeitige Breite für den hier abbiegenden Linienbus benötigt wird. Darüber hinaus gehende bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Ortsdurchfahrt seien auf Grund der vielen Hof- und Grundstückeinfahrten und der Schwenkbereiche landwirtschaftlicher Fahrzeuge nur sehr schwierig umzusetzen.

Vor dem Haus Nr. 18 könnte zudem eine weitere Verengung mit vier Metern Durchfahrtsbreite erstellt werden. Die Engstellen könnten noch in diesem Jahr umgebaut oder neu gebaut werden. Die Kosten hierfür betrügen etwa 20000 Euro und seien im städtischen Haushalt verfügbar, erklärt die Verwaltung.

Von Matthias Heinzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Göttingen GöBit in der Göttinger Lokhalle - Messe für Ausbildung und Studium

Einen neuen Rekord verzeichnen die Organisatoren des Göttinger Berufsinformationstags (GöBit). 165 Aussteller haben sich für die Ausbildungs- und Studienmesse am Sonnabend, 10. Februar, von 10 bis 15 Uhr in der Göttinger Lokhalle, Bahnhofsallee 1, angemeldet.

30.01.2018

Die IGS Bovenden will Schüler bei der Auswahl ihrer Berufe künftig besser unterstützen. Dafür hat Schulleiterin Renate Heyn am Dienstag eine Kooperationsvereinbarung mit den Vertretern der Betriebe Bäckerei Thiele und Henke Sass Wolf unterzeichnet.

02.02.2018

In der Reihe der Reihe „Fritz im Dialog“ diskutiert der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) am 8. Februar um 19 Uhr im Hotel Freizeit In mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat.

02.02.2018
Anzeige