Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Nicht jedes Jahr neue Perücke für haarlose Beamtin
Die Region Göttingen Nicht jedes Jahr neue Perücke für haarlose Beamtin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:56 10.02.2018
Haarlose Beamtinnen und Beamte haben Anspruch auf Beihilfezahlungen für zwei Perücken, aber nur alle vier Jahre. Quelle: dpa
Anzeige
Göttingen/Lüneburg

In dem Fall ging es um eine Lehrerin aus Südniedersachsen, die wegen einer Erkrankung dauerhaft keine Haare mehr hat. Die Beamtin hatte im Jahr 2013 für eine 490 Euro teure Kunsthaarperücke 50 Prozent Beihilfe des Landes erhalten. Auch für eine im Jahr 2014 gekaufte Zweitperücke zahlte die Beihilfestelle. Als die Beamtin 2015 einen dritten Haarersatz erwarb, weigerte sich die Behörde allerdings, die anteiligen Kosten zu übernehmen.

Lehrerin zog vor Gericht

Daraufhin zog die Lehrerin vor Gericht, allerdings ohne Erfolg. Aufwendungen für Perücken seien zwar grundsätzlich beihilfefähig, wenn ein entstellender oder vollständiger Haarausfall vorliege, hieß es im OLG-Beschluss. Auch für eine Zweitperücke werde gezahlt, wenn diese länger als ein Jahr getragen werden muss. Beihilfe für jede weitere Perücke sei aber nur dann rechtmäßig, wenn seit dem letzten Kauf mindestens vier Jahre vergangen seien.

Das Finanzministerium in Hannover wies aber darauf hin, dass sich die Rechtslage inzwischen geändert habe - das Urteil bezog sich noch auf die alten, bis Ende Juni 2017 geltenden Regeln. Während der Höchstbetrag pro Perücke damals bei 512 Euro lag, seien nun Aufwendungen bis 700 Euro beihilfefähig. Für die erneute Beschaffung einer Perücke gebe es jetzt nicht erst nach vier, sondern bereits nach zwei Jahren erneut Beihilfe.

Auch für Kinder von Beamten Beihilfe möglich

Kinder von Beamten, die eine Perücke benötigten, könnten auch früher Beihilfe für einen weiteren Haarersatz bekommen, wenn sich ihre Kopfform entsprechend geändert habe.

Von dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Göttingen SPD-Stadtverband plant Albaniplatz - Mittelpunkt eines kulturellen Zentrums

Im Juni 2015 stellte die SPD-Fraktion im Göttinger Rat den Antrag, im Zuge der Sanierung der Stadthalle auch das Umfeld neu zu planen. Ein städtebaulicher Rahmenplan müsse her. Eine Woche bevor nun Planungsbüros erste Entwürfe vorstellen, präsentierte am Freitag die SPD ihre Ideen.

12.02.2018

Rechtzeitig zu dieser kalten Jahreszeit fühlt man sich körperlich eingeschränkt, hat Schnupfen, Husten und ist heiser. Man ist „erkältet“. Ursache in der Winterphase ist beispielsweise der Aufenthalt in trockenen und warmen Räumen mit Durchblutungsstörungen in der Rachenschleimhaut und einer Beeinträchtigung durch Abwehrzellen, die auch Viren eliminiert.

13.03.2018
Göttingen Mietstreit um die Zimmermannstraße - Ärger um eine E-Mail

Eine Anfrage der Ratsfraktion der Göttinger Linken um die Auseinandersetzung zwischen Hausbesitzer Klaus Schneider und dessen Mietern hat einen ungewöhnlichen Weg genommen. In den Fokus ist dabei auch die Rolle der Ratsvorsitzenden Sylvia Binkenstein (SPD) geraten. Sie ist als Anwältin für Schneider tätig.

12.02.2018
Anzeige