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Göttingen Entscheidung über Verkauf der Häuser Bürgerstraße 13 und 15 fällt
Die Region Göttingen Entscheidung über Verkauf der Häuser Bürgerstraße 13 und 15 fällt
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17:30 25.06.2013
Verkauf steht bevor: Immobilien an der Bürgerstraße. Quelle: CH
Göttingen

CDU, FDP und Linke stimmten dagegen (Tageblatt berichtete).

Sollte der Rat der Empfehlung des Ausschusses folgen, dann fließen nach Tageblatt-Informationen rund 1,2 Millionen Euro in die Kassen der Stadt. So hoch ist das Gebot, das der Bielefelder Galerist Nathan Koch für beide Gebäude abgegeben hat. Das höchste der bei Stadt eingegangenen Gebote. Im Haushalt der Stadt sind beide Gebäude mit zusammen rund 500 000 Euro verbucht. Die Stadt macht dazu keine Angaben.

Ahlers: Gute Erfahrungen mit Koch

Der Göttinger Galerist Oliver Ahlers arbeitet nach eigenen Angaben schon lange mit Koch und dessen Galerie David zusammen. Er habe mit Koch in Zusammenarbeit mit der Stadt bereits Ausstellungen in Göttingen organisiert. In einem Schreiben an die Verwaltung hatte Ahlers von seinen guten Erfahrungen mit Koch berichtet. Ob Ahlers selbst mit seiner Galerie in das neue Center an der Bürgerstraße zieht, sei nicht entschieden, aber durchaus möglich. Ebenso wie seine Übernahme der Geschäftsführung für das Center. Koch selbst wollte sich gegenüber dem Tageblatt weder zum Gebot noch zu seinem Konzept äußern.

Kritik an dem Gebot und Konzept des Bielefelders Koch kommt vom Kulturverbund. Sie fürchten die Vergabe der Gebäude an einen auswärtigen Investor, der Mieten verlangen könnte, die Göttinger Kulturschaffende nicht leisten könnten. Der Vorwurf des Kulturverbundes: Verwaltung und Politik lassen „die an Raumnot leidende lokale Kultur im Stich“. Der Kulturverbund selbst bietet für die beiden Gebäude rund 400 000 Euro.

Klage wegen „zahlreicher formeller Verfahrensfehler“

Christine Büttner, Initiatorin des Zusammenschlusses, bietet als Privatperson 670 000 Euro. Nach eigenen Angaben hat der Kulturverbund inzwischen, nachdem eine Privatperson bereits die Kommunalaufsicht eingeschaltet hatte, eine Klage wegen „zahlreicher formeller Verfahrensfehler“ vor dem Verwaltungsgericht vorbereitet. Der Verbund erhofft dadurch eine Offenlegung der Akten und „endlich völlige Transparenz“ in einem „bisher undurchsichtigen Verfahren“.

Die Sitzung des Rates beginnt heute um 16.15 Uhr im Hörsaal 103 des Zentralen Hörsaalgebäudes, Platz der Göttingen Sieben 5.

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