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Göttingen Erinnerung an Widerstand in Göttingen
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10:49 04.05.2017
Der Gedenkstein zur Erinnerung an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in Göttingen wird  vor dem Thomas-Buergenthal-Haus enthüllt. In dem Haus, das heute von der Stadtbibliothek genutzt wird, befand sich früher das städtische Polizeigefängnis. Quelle: Heller
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Göttingen

Zur Einweihung um 14 Uhr spricht die Göttinger Stadträtin Petra Broistedt, Dezernentin für Kultur und Soziales, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Einführung hält Dr. Rainer Driever, der im Auftrag der Stadt die Geschichte des Widerstandes gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in Göttingen erforscht hat. Sein Abschlussbericht ist im Internet unter www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand öffentlich zugänglich.

Der Ausschuss für Kultur und Wissenschaft der Stadt hatte der Erarbeitung eines umfassenden Konzeptes zur Erinnerungskultur an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in Göttingen zugestimmt. Im Oktober vergangenen Jahres beschloss er, zum Gedenken an die Göttinger Bürger, die aus politischen, weltanschaulichen, religiösen Gründen Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben, einen zentralen, in Form und Gestaltung dem Zwangsarbeiter-Denkmal vergleichbaren Gedenkstein vor dem Thomas-Buergenthal-Haus aufzustellen und am Boden vor dem Gedenkstein einen QR-Code-Stein einzulassen. Die Nutzung des Codes führt zur Subdomain des Stadtarchivs.

Der Gedenkstein ist aus schwarzem, schwedischen Granit, hat die Abmessungen 220 mal 80 mal 25 Zentimeter und ein Gewicht von 2,5 Tonnen. Seine Inschrift lautet nach Angaben der Verwaltung:

"Zum Gedenken an die Menschen, die zwischen 1933 und 1945 trotz aller Bedrohungen mutig Widerstand gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime geleistet haben. Dieser Gedenkstein steht vor dem Thomas-Buergenthal-Haus. Hier befand sich das städtische Polizeigefängnis, in dem die meisten Göttinger Mitglieder des NS-Widerstands inhaftiert waren."

Die Stadt Göttingen danke der EAM für ihre freundliche Unterstützung, heißt es in der Mitteilung. Die Gesellschaft habe auf eigene Kosten eine Straßenlaterne auf dem Johanniskirchhof erneuert und versetzt und damit Platz für die Aufstellung des Gedenksteines am Thomas-Buergenthal-Haus geschaffen.

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