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Göttingen Egerländer Musikanten begeistern Publikum
Die Region Göttingen Egerländer Musikanten begeistern Publikum
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15:29 07.10.2018
Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten. Quelle: Foto: Richter
Göttingen

Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten haben am Freitagabend in der Göttinger Stadthalle das erste Konzert ihrer Europatournee „Musikantenstolz“ gegeben. Moderator Edi Graf führte gewohnt unterhaltsam durch den Abend.

Als „eine der ältesten Boygroups Deutschlands“ stellte Graf das Blasorchester vor, wofür er lautes Lachen von den Gästen erntete. Schließlich gibt es die Egerländer Blasmusikanten bereits seit über 60 Jahren. Für Göttingen als Auftakt der Tournee habe man sich ganz bewusst entschieden, denn: „Hier schlägt das Musikantenherz nicht nur auf der Bühne, sondern auch beim Publikum.“ Damit sollte Graf recht behalten: Es wurde gewippt, geklatscht und ab und zu auch ein bisschen geschunkelt.

Unterhalten wurden die Gäste mit einem Mix aus Walzern, Märschen und Polkas, der die große Bandbreite von Hutter und den Egerländer Musikanten widerspiegelte. Für „So ein schöner Tag“ gab es heftigen Applaus“ und Graf lobte die „helle Klarinettenlage und das butterweiche Flügelhorn“. Katharina Praher und Nik Loris ergänzten das Blasorchester bei zahlreichen Stücken subtil mit ihrem Gesang, ohne ihm damit Konkurrenz zu machen. So etwa beim etwas traurigen „Grubenpferde“, für das es ein lautes „Bravo“ aus dem Publikum gab.

Ernst Hutter interagierte immer wieder mit seinem Orchester, aber der heimliche Star des Musiker war Holger Müller. Mit vollem Körpereinsatz und einer nicht zu übersehenden Spielfreude sorgte der Schlagzeuger für beste Stimmung auf der Bühne. Dabei übertrug sich seine Begeisterung auch immer wieder auf das Publikum.

Publikum lobt hohes Niveau

„Eine Musik ohne große Technik, eine starke Musik“, befand Siegfried Hahn. Schon in seiner Jugend hatte er die Schallplatten von Ernst Mosch im Schrank stehen und sie dann auch später zum Leidwesen seiner Kinder immer sonntagmorgens gehört, erzählte er lachend. Für Bärbel Bruhn war das Konzert der Egerländer Musikanten eine Begegnung mit ihrer Kindheit, berichtete sie. „Bei Blasmusik habe ich tanzen gelernt.“

Bereits zum dritten Mal besuchte Christine Bosse ein Konzert der Egerländer Musikanten. Die Pastorin spielt selbst in einem Blasorchester und findet „diese Musik trotz meines jungen Alters genial.“ Ihr Lieblingsstück ist „Am Kreuzersteg, das die Egerländer Musikanten auch an diesem Abend spielten. Gemeinsam mit Bernd Winter ist sie im Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bockenem aktiv. Er findet: „Der Klang, der Sound – das ist nicht mit normaler Blasmusik zu vergleichen.“ Während Winters Mitstreiterin Bosse sich durch die Leistung der Egerländer Musikanten eher angespornt fühlt, denke er oft, eigentlich könne er seine Tuba auch wegpacken. „Da kommen Laien nicht dran“, sagen beide.

Und doch lässt sie die Musik nicht los, sodass sie sich unter Leitung von Matthias Jörns einer kleinen Gruppe angeschlossen haben, die Original Ambergauer Musikanten, die seit 20 Jahren nichts anderes spielt als Stücke der Egerländer Musikanten. Zwar gebe die Gruppe nicht so viele Konzerte, aber: „Die Leute freuen sich“, sagt Jörns.

Von Nora Garben

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