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Göttingen Erntekuriositäten im Landkreis
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13:04 22.09.2017
Auf dem Dach der Laube von Dieter Dreher wachsen zwei Kürbisse mit jeweils geschätzten 50 Kilogramm Gewicht.  Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen/Duderstadt

 In der Erntezeit entdecken einige Hobby-Gärtner Kuriositäten in ihren heimischen Gärten. Von Riesensonnenblumen über Monsterzwiebeln bis zur Zwillingstomate oder dem Mini-Apfelbaum ist ungewollt oder bewusst gepflanzt alles vertreten. Schicken Sie uns Fotos Ihrer Erntekuriositäten!

„Die Natur hat es so gewollt“

„Die Natur hat es so gewollt“, sagt Dietmar Geiser und hält seine Zwillingstomate in der Hand. Sie wuchs in seinem Garten an einem Strang und ist durchs Fleisch miteinander verbunden. Beide Tomaten sind gleich groß und strahlen in einem kräftigen Rot. „Ich habe weder Gift, noch Zauberei benutzt“, erklärt Geiser und lacht. Mittlerweile ist die siamesische Zwillingstomate aus dem Hause Geiser schon verzehrt. Teilweise hat auch Alois Deppe seine Gemüsezwiebeln schon geerntet. Einige waren bis zu einem Kilo schwer. „Im Herbst packe ich meistens Pferdemist von unseren Nachbarn oder Kompost in meine Beete. Im Januar sähe ich dann die Gemüsezwiebeln“, erklärt Deppe. So schwere und große Zwiebeln habe er aber selbst bis zu dieser Ernte noch nicht gehabt.

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Dieter Dreher hat mit seinen Pflanzen im Garten viel Erfolg. Sein Apfelbaum ist sehr klein, aber voll mit Früchten.

Auch Ehepaar Kaiser erlebt in diesem Sommer etwas noch nicht gesehenes: In ihrem Garten stehen drei Riesensonnenblumen, von denen eine vier Meter misst. „Wir haben in dem Beet, wo die Sonnenblumen jetzt sind, im Winter immer ein Vogelhäuschen. Davon sind wohl einige Sonnenblumenkerne im letzten Winter in die Erde gekommen“, vermutet Jutta Kaiser. Absichtlich gepflanzt habe das Ehepaar die Sonnenblumen jedenfalls nicht. Als es bemerkte, was in seinem Beet wächst, ging es ganz schnell und die drei Sonnenblumen wurden immer größer. „Als erstes haben wir jede einzelne an einer Stange befestigt. Aber dann musste ich meinem Mann schon bald sagen, dass er eine zweite anbringen muss, damit sie nicht umkippen“, sagt Jutta Kaiser und lacht. Mittlerweile werden die Sonnenblumen von Ehepaar Kaiser mit zwei Stangen und einigen Bändern gehalten. Bei starkem Hagel vor einigen Wochen hatten die Rentner Glück: die Blüten der Sonnenblumen nahmen keinen Schaden, der Hagel durchlöcherte nur ein paar Blätter.

Fünf Meter hohe Sonnenblume

Von Glück spricht auch Dieter Dreher. Er darf eine fünf Meter hohe Sonnenblume, einen riesigen Kürbis und einen kniehohen, aber vollbehangenen Apfelbaum sein Werk nennen. „Ich habe mir nichts dabei gedacht, als ich die Sonnenblume oder die Kürbisse gepflanzt und den Apfelbaum gekauft habe“, sagt Dreher. Aber alle paar Jahre würde ihm so ein „kleines Wunder“ im heimischen Garten passieren. Seit mehr als 40 Jahren wohnt der Rentner in seinem Haus und bebaut seinen Garten. Dreher selbst kommt aus der Landwirtschaft und meint: „Das Bauernblut geht nicht verloren.“ Seine Kürbisse pflanzt er immer in einem Komposthaufen, weil er sonst keinen Platz mehr für sie im Garten hat. An einem Stock wachsen sie hoch bis auf das Dach seines Schuppens. „Und plötzlich sagt meine Frau zu mir, was ich denn da für ein Monster auf dem Dach hätte“, erzählt Dreher und lacht. Er wundere sich jedes Mal über die Natur, wenn sie ihm solche Auswüchse in seinem Garten beschert, und nimmt es als Belohnung für die vielen Stunden, die er mit den Pflanzen verbracht hat.

Wenn Sie auch Erntekuriositäten in Ihrem Garten haben, schicken Sie uns Ihre Fotos unter lokales@goettinger-tageblatt.de oder lokales@eichsfelder-tageblatt.de.

Von Kimberly Fiebig

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