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Göttingen Erste Osterwerkstatt für ausländische Schüler in Göttingen
Die Region Göttingen Erste Osterwerkstatt für ausländische Schüler in Göttingen
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00:26 15.03.2015
Aland und Pia bei der Arbeit. Quelle: Hinzmann
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Göttingen/Hevensen

Das ist Teil der ersten Osterwerkstatt auf dem Internationalen Schulbauernhof Hardegsen in Hevensen.  Eine Woche verbringen die elf Flüchtlinge aus Eritrea, Syrien und dem Libanon dort und erfahren viel über Osterbräuche. Zucker brauchten sie für den Osterzopf, den sie am Vortag gebacken haben. Versetzt mit Wasser gewinnen die Schüler aus den Rübenschnipseln süßen Sirup. Damit gelingen die gebrannten Mandeln.

Mit weniger süßen Speisen beschäftigen sich Mihretab, Dawit und Samuel. Mit der Hauswirtschaftsleiterin vom Schulbauernhof, Verena Schlosser, kochen sie das Mittagessen: Hühnerfrikassee mit Reis. Davon darf Samuel nur den Reis und den Salat essen. Denn wie in seiner Heimat üblich, fastet er derzeit. Mit dem Osterfest feiern die Christen dort wie in Deutschland auch das Ende der ausgedehnten Fastenzeit. Am Ostersonnabend gingen die Menschen in die Kirche, erzählt Samuel. Viele nutzten den Tag, um schöne Kleider für das Fest am Ostersonntag zu kaufen. Und dann dürfe auch wieder Fleisch gegessen werden.

Durch ihre Erlebnisse vor und während der Flucht seien viele der Schüler traumatisiert, erzählt Lehrerin Hiltrud Althaus. Das bevorstehende Osterfest gebe den Jugendlichen Gelegenheit, sich mit den Sitten, Bräuchen und Essgewohnheiten in ihrer neuen Heimat zu beschäftigen, sagt Claudia Eicke-Schäfer vom Schulbauernhof. Die Woche dort fördere die Wertschätzung der Jugendlichen untereinander und stärke das Gemeinschaftsgefühl in der Klasse. Zudem gingen die Schüler mit den Tieren auf dem Hof sehr vernünftig und einfühlsam um, sagen Althaus und Eicke-Schäfer. Passend zu Ostern sind dort jetzt übrigens die ersten Lämmer geboren worden.

Von Ute lawrenz

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