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Göttingen Herzkrankheiten: Vorbeugen und heilen
Die Region Göttingen Herzkrankheiten: Vorbeugen und heilen
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17:05 03.11.2018
Markus Schiffer (r.) am Stand des DRK. Quelle: Peter Heller
Göttingen

Von Entspannungsübungen bis hin zum Vortrag über den Vorhofverschluss: Wissenswertes rund um das Thema Herzgesundheit und -erkrankungen stand am Sonnabend in der Alten Mensa am Wilhemsplatz im Mittelpunkt.

Herzentren organisieren Herztag

Erstmals hatten das Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen und das Herz- und Gefäßzentrum des Krankenhauses Neu Bethlehem den Göttinger Herztag gemeinsam organisiert. „Anlass ist die bundesweite Herzwoche“, sagt Johann-Jesko Lange vom UMG-Herzzentrum. Der Chef des Zentrums, Prof. Gerd Hasenfuß, begrüßte die Gäste am Nachmittag, ebenso Schirmherr und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD). Im Anschluss daran folgten Vorträge, unter anderem über den Schlaganfall und die Blutgerinnungshemmung.

Mitmach-Aktionen, Vorträge und Informationen an 17 Ständen am Göttinger Herztag.

Bereits ab 14 Uhr konnten die Gäste an Workshops teilnehmen, Vorführungen besuchen und sich an Ständen von 17 Ausstellern informieren. Im ersten Stock führte Maria-Anna Wohlfahrt vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) vor, wie die Wiederbelebung mit einem automatischen Defibrillator und Herzdruckmassage funktioniert. „Männer müssen rasiert werden, bei Frauen muss der BH entfernt werden“, sagte sie. In den mobilen Defibrillatoren seinen auch Schere und Rasierer zu finden. „Der Elektroschock wird automatisch ausgeführt“, so die Helferin. „Sie müssen nur das Gerät anschließen und den Ansagen folgen“. Die Besucher konnten dann selbst an einer Puppe die Herzdruckmassage üben. „Sie dürfen damit nicht aufhören“, riet sie einem Übenden. „Wer möchte noch mal drücken?“

Mobilität trotz Krankheit

Im Erdgeschoss waren die Informationsstände aufgebaut. Dort zeigte beispielsweise Thorsten Pütger, wie man mobil bleibt oder Mobilität zurückbekommt, auch wenn das Laufen kaum mehr geht. Pütger hatte seinen speziellen Sitting-Bull-Segway dabei. Ein Rollstuhl, der wir ein Segway-Roller funktioniert. „Ich will Menschen helfen, ihre Mobilität zurückzubekommen“, sagt er. Pütger ist Marineoffizier. Vor einigen Jahren bekam er die Diagnose Multiple Sklerose. „Ich konnte nicht mehr laufen und nicht einmal mehr Milch holen“, sagt er. Einen herkömmlichen Rollstuhl fand er unkomfortabel, also probierte der den Segway aus. Heute kann er damit wieder vieles erledigen, ist mobil, selbstständig und bis zu 20 Stundenkilometer schnell. „Im Sitzen ist das ganz schön schnell“, sagt er. Man könne das Gefährt aber auch drosseln. „Aber wer will das schon“, sagt er.

Rettungsdose im Kühlschrank

Am Stand des Deutschen Roten Kreuzes werden unter anderem Rettungsdosen vorgestellt. Die kleinen Kunststoffdosen sehen ein wenig aus wie Fischfutterdosen. Darin befindet sich ein Zettel zum Ausfüllen. Beispielsweise Medikamente und Allergien können Patienten drauf eintragen. „Die Dosen stellt man in den Kühlschrank“, erklärt Markus Schiffer vom DRK. „Nicht weil sie gekühlt werden, sondern weil jeder einen Kühlschrank in der Wohnung hat“, so Schiffer. Im Notfall wissen Rettungskräfte, dass dort die notwendigen Informationen zu finden sind.

Reger Betrieb herrscht auch am Stand des UMG-Herzzentrums, wo Mediziner Rat und Auskunft geben. Selbsthilfegruppen, Rehazentrum Junge, Göttinger Sportvereine und viele andere standen für die Interessenten bereit. „Wir freuen uns über die tolle Resonanz“, sagt Lange.

Von Britta Bielefeld

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