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Göttingen Erster Spatenstich für Breitbandausbau
Die Region Göttingen Erster Spatenstich für Breitbandausbau
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08:24 05.12.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Göttingen

Im April dieses Jahres hatte der Landkreis der Deutschen Telekom den Zuschlag zum geförderten Breitbandausbau erteilt: 50 Mbit für 100 Prozent des Landkreises ist das erklärte ehrgeizige Ziel. Nach 19 Woche sollte die Feinplanung stehen. Ende November habe er Kenntnis davon bekommen, dass die Pläne für den Landkreis Göttingen fehlerhaft seien und die Telekom den aktuellen Rückstand mit Hochdruck ausgleichen wolle, erklärte Barth.

Nach aktuellem Zeitrahmen soll die Planung für den geförderten Ausbau nun zum 31. Januar 2019 vorliegen. „Erst dann können wir die Förderanträge stellen.“ Mit Blick auf den jetzt angekündigten Spatenstich gab sich Barth aber zuversichtlich. Auch wenn es lange gedauert habe, sei er froh, dass es endlich mal eine gute Nachricht gebe. Es dürfe jetzt nicht darum gehen, irgendwem den Schwarzen Peter zuzuschieben, sondern darum, die Glasfaserkabel in die Erde zu bekommen.

Antrag fordert rechtzeitige Anträge

Um diesem Plan noch einmal von politischer Seite Nachdruck zu verleihen, legte die Gruppe SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FWLG im Ausschuss am Dienstag einen entsprechenden Antrag vor. Der Landrat werde aufgefordert, rechtzeitig beim sechsten Förderaufruf Infrastruktur des Bundes Anträge einzureichen. Diese beziehen sich auf die Umstellung von der bisherigen Kupfertechnologie (FTTC) auf Glasfaser (FTTB) bis zum Haus des Verbrauchers mit Bandbreiten von bis zu einem Gigabit.

Damit käme der Landkreis seinem Ziel der flächendeckenden Versorgung aller Haushalte, Unternehmen, Schulen und anderer Institutionen in der Region wesentlich näher, heißt es im Antrag. Und das müsse auch für Einzellagen gelten, von denen es im Landkreis etliche gebe, ergänzte Hans-Jürgen Mack (SPD) und fügte scherzhaft hinzu. „Es ist ja bald Weihnachten.“ Wünschen lohnt sich also.

Gleiche Lebensbedingungen auf dem Land

„So etwas nannten wir früher einen Booster-Antrag. Das ist die freundliche Aufforderung etwas zu tun, was ohnehin getan werden muss“, konterte Harald Noack (CDU). Und auch wenn er die Nützlichkeit des Antrags in Frage stellte, stimmte der Ausschuss schließlich einstimmig dafür. „Es schadet ja nichts“, so Noack lakonisch. Für Barth kommt diese neuerliche Aufforderung aus der Politik nicht ungelegen. „Wir als WRG können mit dem Antrag gut leben. Er beschreibt das, was wir ohnehin umsetzen wollen.“ Gleiche Lebensbedingungen auf dem Land wie in der Stadt.

Ein erster wenn auch erst einmal symbolischer Schritt in diese Richtung wird mit dem Spatenstich am kommenden Mittwoch getan.

Von Markus Scharf

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