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Göttingen Steigende Zahl an Palliativpatienten
Die Region Göttingen Steigende Zahl an Palliativpatienten
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00:22 11.11.2018
Die beiden Küchenchefs Steffen (links) und Christian Lockemann (rechts) mit den Vorstandsmitgliedern des Vereins (v.l.) Holger Frahnert, Veronika Frels, Regina Ahlbrecht, Jan-Thomas Ockershausen und Gerd Goebel. Quelle: Hartwig
Göttingen

Aus einem Modellprojekt, dessen Wurzeln in Göttingen bis 1991 zurückreichen, hat sich das heutige Palliativzentrum an der UMG entwickelt. Im Januar 2007 eröffnet, steht ihm ein Förderverein zur Seite, der sich am Mittwoch unter dem Thema „herbstliche Impressionen“ zusammengefunden hat.

An diesem Abend stand das bereits zur Tradition gewordene Palliativ-Benefiz-Essen im Herberhäuser Landgasthaus Lockemann auf der Tagesordnung. Mittelpunkt war aber nicht das Kulinarische. Denn während des Treffens, zu dem der „Förderverein für das Palliativzentrum der UMG“ eingeladen hatte, haben die Vorstandsmitglieder Veronika Frels und Gerd Goebel über die Aktivitäten des Vereins berichtet und neue Projekte vorstellt.

Gegen Widerstand durchgesetzt

Zu Beginn habe man das Palliativzentrum „auch gegen den Widerstand des damaligen UMG-Vorstandes durchgesetzt“, blickte Goebel zurück. Heute werden auf der Station bis zu zehn Patienten vor Ort behandelt (etwa 400 im Jahr), und vom zusätzlichen ambulanten Palliativdienst können über die hausärztliche und pflegerische Versorgung hinaus Schwerstkranke zuhause, in Pflegeeinrichtungen oder in der palliativmedizinischen Ambulanz und Tagesklinik bereut werden.

Großartige Unterstützer

Der Förderverein hat seit Beginn diverse Projekte auf den Weg gebracht. Gerd Goebel gibt Beispiele: Man habe die Errichtung des Palliativzentrums maßgeblich unterstützt, einen Patientengarten angelegt sowie die Anschaffung von drei Fahrzeugen für den ambulanten Dienst gefördert. Zusätzlich sind 1,5 feste Pflegestellen sichergestellt und medizinische Geräte wie Lifter angeschafft worden. Darüber hinaus habe die Arbeit des Vereins dazu beigetragen, dass das Thema Palliativmedizin – auch die Kinderpalliativmedizin – in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde. An dieser Stelle hat Goebel UMG-Vorstandsmitglied Dr. Sebastian Freytag als „großartigen Unterstützer“ sowie den Direktor der Göttinger Palliativmedizin, Prof. Friedemann Nauck, ins Gespräch gebracht. Mit Nauck habe man einen „großartigen Palliativmediziner zur Seite.“

„Wir wissen, dass die Zahl der Palliativpatienten steigt“, sagt Goebel. Dies sei eine Herausforderung. In diesem Sinne freue es ihn, dass das Duderstädter St. Martini Krankenhaus Akzente setze. Die ambulante Versorgung sei vorhanden, das Ziel sei auch hier eine Palliativmedizin. Denn „auch im Eichsfeld ist der Bedarf groß.“

Bespielen sozialer Plattformen im Fokus

Der „größte deutsche Förderverein, der aktuell rund 700 Mitglieder zählt“, setzt sich nicht nur die stolze Zahl von 800 Mitgliedern als Ziel. Er möchte vor dem Hintergrund des Erreichten die stationäre und häusliche Palliativversorgung durch Erhalt und Erweiterung von Stellen voranbringen, Inventar für die Patientenzimmer anschaffen und den Ausbau der Palliativakademie beschleunigen. Den Fokus setzen die Mitglieder des Fördervereins zudem auf das künftige Bespielen sozialer Plattformen. Goebel abschließend: „Gerade die Akademie kann über ihre Impulse sowohl die Versorgungssituation als auch den gesellschaftlichen Umgang mit dem Sterben verbessern.“

Von Markus Hartwig

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