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Göttingen Europa-Union schlägt Europatag als gesetzlichen Feiertag vor
Die Region Göttingen Europa-Union schlägt Europatag als gesetzlichen Feiertag vor
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17:30 09.02.2018
Harm Adam Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

Um ein Ungleichgewicht der gesetzlichen Feiertage nördlicher und südlicher Regionen auszugleichen, fordern die norddeutschen Bundesländer und evangelischen Kirchen einen zusätzlichen Feiertag. Im Gespräch ist dafür bisher der Reformationstag am 31. Oktober.

Die norddeutschen Landesverbände der überparteilichen Europa-Union aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein hätten sich jetzt übereinstimmend für den Europatag am 9. Mai als neuen gemeinsamen gesetzlichen Feiertag ausgesprochen, teilte Adam am Freitag mit. Nach ihrer Auffassung könne die Stärkung des Europatages als zusätzlicher arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag im Bewusstsein der Bevölkerung ein starkes Zeichen für den Europäischen Integrationsprozess setzen.

Mit dem Europatag wird an die sogenannte Schumann-Erklärung und die damit verbundene Geburtsstunde der Europäischen Union erinnert. Am 9. Mai 1950 schlug der damalige französische Außenminister Robert Schumann vor, die französisch-deutsche Kohle- und Stahlproduktion einer gemeinsamen Behörde zu unterstellen, die anderen europäischen Ländern zum Beitritt offen stehen sollte. Die Erklärung und entstandene Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) gilt als Grundlagen für den Prozess der Europäischen Integration - und Union.

„Mit unserer Anregung beziehen wir keine Stellung gegen andere Vorschläge“, betonte Adam und fügte hinzu: „Der Europatag als gesetzlicher arbeitsfreier Feiertag setzt auch ein Zeichen gegen populistische Tendenzen und eine nationalistische Abschottung der Gesellschaften in und außerhalb Europas.“

Von Ulrich Schubert

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