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Göttingen CDU fordert Anbau für Otto-Hahn-Gymnasium
Die Region Göttingen CDU fordert Anbau für Otto-Hahn-Gymnasium
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09:32 23.04.2017
Quelle: Pförtner/Archiv
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Göttingen

„Die größte Raumnot unter allen Göttinger Gymnasien“, erklärt Thomas Häntsch, schulpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, „muss ohne Zweifel das Otto-Hahn-Gymnasium beklagen.“ Mit einem Erweiterungsbau könne „gleichzeitig das Problem der fehlenden Aula und der völlig unzureichenden Mensakapazität behoben werden“. Die Wiedereinführung von des neunjährigen Gymnasialunterrichts (G9) verschärfe diese Probleme weiter.

Kollegium, Schüler und Eltern hätten sich über Jahre vertrösten lassen, während es in anderen Gymnasien viele Investitionen gegeben habe, erklärt Häntsch. Durch den Abriss von Schulcontainern seien zusätzlich vier Klassenräume weggefallen. Häntsch: „Insgesamt besteht jetzt ein Bedarf von sechzehn weiteren Klassenräumen.“

Den Vorschlag der Verwaltung, statt eines Erweiterungsbaus Räume in der benachbarten Berufsbildenden Schule II (BBS II) des Landkreises anzumieten, lehnt die CDU „aus pädagogischen und organisatorischen Gründen“ ab. In einem Brief an die Ratsfraktionen hatte das OHG darauf hingewiesen, dass bei einer solchen Lösung die notwendige Infrastruktur fehlen würde: „Mit der Auslagerung ganzer Schuljahrgänge würde ein großer Teil der pädagogischen Arbeit zunichte gemacht. Es wird dabei in Kauf genommen, dass bewährte und integrative Konzepte nicht mehr durchführbar sind und damit neben den räumlichen auch die persönlichen Bindungen innerhalb der Schulgemeinschaft zerstört werden.“ OHG-Vizeschulleiterin Iris Bruse weist darauf hin, dass die Schule in den vergangenen Jahren „sehr gute neue pädagogische Konzepte“ entwickelt habe, die angemessene Räume brauchten. Die Schule nennt hier unter anderem „Differenzierungsmaßnahmen aufgrund der sehr heterogenen Schülerschaft, aber auch Sprachfördermaßnahmen”.

Die Stadt erklärt, dass die Verwaltung auf der Basis eines Ratsantrages von SPD und Grünen ohnehin ein Schulstättenentwicklungskonzept erstelle. Daran, so Verwaltungssprecher Detlef Johannson, “wird derzeit verwaltungsintern intensiv gearbeitet”. Beabsichtigt sei zudem die “zeitnahe” Aufstellung eines konzeptes auch für die weiterführenden Schulen, innerhalb dessen auch derjenige Raumbedarf berücksichtigt wird, der in den Gymnasien durch die Umstellung von G 8 auf G 9 entsteht.

Dem ist man sich auch an anderen Gymnasien bewusst. Jörg Nothdurft, am Hainberg-Gymnasium für die Oberstufe zuständig, rechnet mit einem durch den Wechsel bedingten Mehrbedarf von fünf Klassenräumen.

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