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„Familiäre Katastrophe“

Stalker „Familiäre Katastrophe“

Weil er eine Gefahr für die Allgemeinheit, vor allem für Ex-Frau und Kinder ist, muss ein 47-Jähriger aus dem Untereichsfeld weiterhin in der Psychiatrie bleiben. Dabei wurde er von den gegen ihn erhobenen Vorwürfen wie Bedrohung und Körperverletzung freigesprochen. Zu den Tatzeiten war er nach Überzeugung der Richter jeweils schuldunfähig.

Als Auslöser der zu Grunde liegenden Krankheit, einer paranoiden Schizophrenie, machte das Gericht – wie zuvor schon der Psychiater – eine lange zurück liegende „familiäre Katastrophe“ aus. Zehn Jahre lang hatte der Landwirtssohn den Hof seiner Eltern in einem kleinen Eichsfelddorf bei Duderstadt bewirtschaftet. Doch als er heiratete, vererbte der Vater den Hof nicht ihm, sondern dem älteren Sohn, obwohl dieser kein Landwirt ist. Der Angeklagte hat sich zwar eine neue Existenz mit Familie und Eigenheim aufgebaut, die Ungerechtigkeit aber nie verwunden. Als auch diese zweite Existenz scheiterte, brach die Krankheit aus. Über Jahre machte er seiner Familie das Leben zur Hölle (Tageblatt berichtete). Frau und Kinder leben inzwischen aus Angst vor seinen Nachstellungen und Angriffen unter neuer Identität.

„Sie sind behandlungsbedürftig“, sagte Richter Dirk Amthauer und erläuterte, warum das Gericht nicht dem Vorschlag von Verteidiger Hans-Peter Menge folgte, der eine ambulante Therapie für ausreichend hielt. Erst wenn sich der 47-Jährige auf seine Krankheit und einen Therapieplan einlasse, habe er eine Chance, aus der Psychiatrie entlassen zu werden.

ck

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