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Göttingen „Eine superschöne Sache für die Stadt“
Die Region Göttingen „Eine superschöne Sache für die Stadt“
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00:15 17.01.2017
Fernwehfestival-Initiator Initiator Matthias Hanke Quelle: Harald Wenzel
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Göttingen

Gerhard Gomoluch aus Holtensen brachte seinen Nachbarn Siegfried Neumann mit, um sich den Vortrag von Günter Grüner über Kuba anzuhören. Gomoluch war selbst schon zweimal auf der Insel, jeweils für mehrere Wochen, um Spanisch zu lernen, und stets auf eigene Faust. Er habe in seinem Leben noch keine Pauschalreise gemacht, betonte der 71-Jährige. Noch heute sei er „alternativ“ unterwegs. Gerade Kuba sei ein Land, in dem Touristen auf bestimmten Pfaden geführt würden, „aber da lernen sie Land und Leute nicht kennen“, sagte er. „In Kuba muss man keine Angst haben“, gab er sich überzeugt und ergänzte: „Das ist in Argentinien etwas anderes“. Während der 71-Jährige keine Sorge vor Reisen auf eigene Faust hat, gestand sein Nachbar, dass das nichts für ihn sei. „Da ich kein Englisch spreche, fühle ich mich eher unsicher.“

„In Kuba muss man keine Angst haben“

2. Tag

Die Vorträge am Sonntag, 15. Februar, dem zweiten Festival-Tag, gibt es hier im Überblick.

Die beiden älteren Herren aus Holtensen könnten symbolisch für die Beweggründe für die Besucher beim Göttinger Fernwehfestival stehen. Laut Angaben von Veranstalter Matthias Hanke kämen Menschen vorbei, die selbst schon einmal in einem der vorgestellten Länder waren, aber auch Besucher, die sich für ein Reiseziel interessierten, dort aber selbst nicht hinreisen würden. Pakistan, am Sonnabend präsentiert von Steffen Hoppe, ist ein Beispiel dafür. Eine junge Frau, die ihren eigenen Angaben zufolge seit mehreren Jahren das Fernwehfestival besucht, hatte ein Ticket für den Pakistan-Vortrag gekauft, „weil man dort eher nicht hinkommt“.

Länder kennenlernen, in die man selbst nicht fahren würde

Bettina Locke-Wenzel zählte sich un ihren Mann zu den Stammgästen beim Fernwehfestival. „Wir schätzen die tollen Vorträge“, sagte sie und lobte die „Qualität“ der Referenten. Das Festival sei „eine superschöne Sache für die Stadt Göttingen“, betonte die Göttingerin. Zwei bis drei Vorträge würden sie sich auswählen, sobald das Programm feststehe. „Wir sind noch nie enttäuscht worden“, versicherte Locke-Wenzel, die sich diesmal für den Schottland-Vortrag von Gereon Römer und Pakistan entschieden hatte.

Lob für Qualität der Vorträge und „die nette Atmosphäre“

Das Paar lobte nicht nur die Qualität der Vorträge. Auch dass es im Festival-Rahmenprogramm im Foyer des Zentralen Hörsaalgebäudes „immer wieder etwas Neues“ gebe und es zum Bummeln einlade sowie „die nette Atmosphäre“ gefalle ihnen, sagte Locke-Wenzel.

Auch Veranstalter Hanke war zufrieden. Etwa 3.000 Besuchern werden seiner Schätzung nach bis Sonntagabend das Festival-Wochenende in sieben Haupt- und vier Extra-Vorträgen besucht haben. Damit liege das 14. Göttinger Fernwehfestival auf gleichbleibend gutem Niveau mit den Vorjahren. Und nicht nur bei den Besuchern sei das Festival beliebt, sagte Hanke. Die Nachfrage von Referenten, die in Göttingen dabei sein wollten, sei groß. Es gebe mehr Anfragen als mögliche Vortragszeiten, sagte Hanke. Schon jetzt stehe das Programm für 2018 fest.

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