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Göttingen Südniedersachsenprogramm wird fortgesetzt
Die Region Göttingen Südniedersachsenprogramm wird fortgesetzt
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00:30 11.05.2018
Viel Lob für das Südniedersachsenprogramm und die Akteure in der Region: Europaministerin Birgit Honé während eines Festaktes zum 3. Geburtstag. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Die Förderbescheide seien noch nicht verschickt, „aber ich kann das hier schon bekannt geben“, sagte die SPD-Ministerin mit einem Augenzwinkern am Dienstag (8. Mai) vor Gästen aus Politik, Kommunalverwaltungen, Wirtschaft und Forschung in der Alten Mensa der Uni Göttingen. Mit Fachvorträgen und Workshops hatten etwa 150 Teilnehmer zuvor unter dem Motto „Weiter geht’s“ drei Jahre Südniedersachsenprogramm gewürdigt.

Dass es tatsächlich weiter gehen wird, versicherte unter Applaus auch die Ministerin: „Das Südniedersachsenprogramm wird fortgesetzt“, sagte sie und verwies auf die klaren Koalitionsvereinbarungen der niedersächsischen Regierungsparteien. Bei dieser Fortsetzunge gebe es keine zeitlichen und keine finanziellen Grenzmarken, fügte sie auf Nachfrage an. Entscheidend bei der finanziellen Förderung für Projekte in dieser Region sei, „dass es wirklich gute und besondere Projekte sind, die Südniedersachsen voranbringen“.

Zuvor hatten Honé, Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und – für die Georg-August-Universität – der Volkswirt und Wirtschaftsexperte Kilian Bizer das Südniedersachsenprogramm und seine bisherige Entwicklung seit 2015 überschwänglich gelobt. Das Programm sei „eine Erfolgsgeschichte“ die inzwischen weit über die Region hinaus strahle, so Honé. Südniedersachsen sei spürbar im Wandel und werde schon jetzt im ganze Land anders wahrgenommen als früher.

Mit der Erstauflage des Förderprogrammes „begann der Aufbruch“, kommentierte Bizer. Viele „kreative Geister“ hätten zueinander gefunden und viel bewegt. Köhler lobte das Südniedersachsenprogramm vor allem als ein regionales Gemeinschaftsprojekt vieler Akteure in den Landkreisen Göttingen, Northeim, Osterode, Holzminden und Goslar, dass besonders den ländlichen Raum stärke. Davon wiederum profitiere auch die Stadt: „Es ist nicht gut, wenn Göttingen wächst, aber das Umland schwächelt.“

Über das Südniedersachsenprogramm werden verschiedene Projekte finanziell gefördert, die unter anderem die Wirtschaft, Infrastruktur, Mobilität und den Arbeitsmarkt spürbar für die Menschen in der Region stärken. Dafür sind nach Angaben der Initiatoren in den zurückliegenden drei Jahren bereits 114 Millionen Euro in 33 Projekte geflossen.

Zu Beginn waren noch 100 Millionen Euro genannt worden – „eine einfach gegriffene Zahl“, erklärte Honé. Bei guten Projekten sei es nur folgerichtig, dass auch mehr Geld fließe. Und das komme von Beginn an aus vielen „angezapften Töpfen“ auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Damit wies sie die Kritik aus verschiedenen politischen Lagern zurück, es sollten nur EU-Mittel weiter geleitet werden, die dann aber gar nicht angekommen seien. „Das war so nie der Plan“, bestätigte Köhler.

In der jetzt anlaufenden zweiten Phase des Südniedersachsenprogramms gelte es, so beherzt wie bisher „weiter den Berg hinauf zu wandern“ und es „noch besser zu machen“, appellierte Bizer an alle Beteiligten. Dabei sollten aus der bisherigen Erfahrung heraus auch neue Schwerpunkte gesetzt werden, ergänzte die Ministerin. Dazu gehörten besonders ein Fachkräftebündnis, um dem Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken und ein Regional-Marketing, dass die bisherige Erfolgsgeschichte Südniedersachsenprogramm und ihre spürbaren Ergebnisse nach außen trage.

Von Ulrich Schubert

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