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Göttingen Festumzug für neuen Kleinod-Träger in Diemarden
Die Region Göttingen Festumzug für neuen Kleinod-Träger in Diemarden
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18:44 23.06.2013
Festumzug durchs Dorf: Noch trägt Martin Munzel die Kleinod-Kette, am Ziel übergibt er sie an Aimo Schröder, der hier rechts hinter ihm geht. Quelle: Heller
Diemarden

Deshalb ist es auch die erste Ehrung, die Bürgermeister Martin Worbes von den Grünen vornimmt. Die sind schließlich bei der Kommunalwahl 2011 mit knapp 35 Prozent der Stimmen stärkste Fraktion im Ortsrat geworden. Auf der Ampel in Thie-Nähe prangt ein Aufkleber: „Zum Atomausstieg Knopf drücken“.

Der alte und der neue Kleinod-Träger werden in einem zünftigen Festumzug abgeholt. Der startet am Thieplatz, wo bereits das von Ortsrat und Heimatverein organisierte Fest läuft. Beim Umzug mit Fahnen marschieren mit: Abordnungen von Schützenverein, Sportverein, Gesangverein, Feuerwehr und Heimatverein. Voran geht der Ortsrat um Worbes. Die Kapelle spielt „Hoch auf dem gelben Wagen“.

Pflicht für die Träger

Erstes Ziel ist das Haus des Noch-Kleinod-Trägers Martin Munzel. Der 42-jährige Verleger von Fachbüchern für SAP-Software hat dem Kleinod eine weitere Plakette hinzugefügt – so ist es Pflicht für die Träger. Außerdem müssen sie natürlich auch den Umzug bewirten und eine Fete für alle Kleinod-Schützen geben.

Bei der zweiten Station kann dem – bisher geheimen – neuen Kleinod-Träger gratuliert werden: Es ist der 24-jährige Lokführer Aimo Schröder, dem ein dreifaches „Gut Schuss“ dargebracht wird. Einige Getränke später geht es zurück zum Thieplatz.

Marschmusik mit Kuhmuhen

Bei dem Festumzug mischt sich Marschmusik mit Kuhmuhen. Es geht vorbei an alten Ställen und an manch wuchtigem Einfamilienhaus-Neubau, an Fachwerk und an verhängten Fassaden. Die Kleinod-Übergabe erfolgt auf dem Thieplatz. Dort warten die Einwohner, die es sich beim Thiefest an Tischen und Bänken bequem gemacht haben, auf die Bekanntgabe des neuen Kleinod-Trägers.

Beim Thiefest kämen Jung und Alt, Neuzugezogene und Alteingesessene zusammen, meint Svenja Schäfer vom Heimatverein. Applaus brandet auf, als Worbes das Ergebnis von Schröder verkündet: Der hat drei Zehnen geschossen, das gab es zuletzt 1995.

Traditionell gewinnt der beste Diemardener eines Bürgerschießens die Kleinod-Kette der Schützen, anschließend gibt es einen Umzug. © Heller
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