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Göttingen Früherer DGB-Chef selbst betrogen?
Die Region Göttingen Früherer DGB-Chef selbst betrogen?
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00:17 06.01.2013
Quelle: EF
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Göttingen

Der 76-Jährige soll nicht nur betagte Weggefährten aus Gewerkschaftszeiten um bis zu 100 000 Euro angepumpt haben, sondern hat auch nach Tageblatt-Informationen in zwei lokalen Organisationen Opfer gefunden, die ihm Summen von bis zu 40 000 Euro liehen.

So engagiert sich der Gewerkschafter seit Jahrzehnten in Gliederungen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) seiner Heimatgemeinde. Als Mitglied im Beirat und Leiter von Gesprächskreisen wurde ihm Vertrauen geschenkt. Aus diesem Kreis soll Krüger hoch betagte und betuchte Seniorinnen um kurzfristige Kredite gebeten haben – in einem Fall 40 000 Euro von einer mehr als 90 Jahre alten Frau. Auch aus dieser Gruppe sind Strafanzeigen angekündigt. Eine Anzeige wegen Eingehungsbetruges hat bereits vergangene Woche ein DGB-Rentner erstattet.

Wandergruppe

In einer Wandergruppe war Krüger langjährig Kassenprüfer. Auch dieses Vertrauen soll er missbraucht haben, indem er mehr als die Hälfte der Mitglieder um Geld bat, in sechs Fällen erfolgreich. Ein Mitglied der Gruppe beschreibt eine der Wanderungen so: „Einer fragte ins Blaue, ob noch jemand von ihm angepumpt wurde. Und fast alle sagten ja.“

Immer sei es um eine „kurzfristige Klemme“ gegangen und um einen Kredit „für ein paar Tage“. Nur wenige Gläubiger hätten Geld zurückerhalten. Immerhin hätten die, die sich als Gläubiger den anderen offenbarten, gemeinsam Schuldanerkenntnisse von Krüger einfordern können.
Im September schrieb Krüger den anderen, sein Versuch, seine Finanzlage zu ordnen, sei „vorläufig gescheitert“. Eine „schriftlich zugesagte Preisauszahlung“ sei nicht eingetroffen. Er habe am 19. September Anzeige wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges erstattet: Tatort Schweiz.

Ermittlungsverfahren bestätigt

Die Staatsanwaltschaft Göttingen bestätigt ein Ermittlungsverfahren, das an eine zentral arbeitende Ermittlungsbehörde abgegeben worden sei.  Es lägen dort gleichartige Taten vor. Der Anzeigeerstatter habe als „langjähriger Abonnent“ 140 000 Euro Gewinn in Aussicht gestellt bekommen und von Januar bis Juni immer wieder Einzahlungen gemacht, um den Gewinn zu erhalten: 37 420 Euro. Die Summe ist weg.

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