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Göttingen Frühlingsklänge: Hunderte Kraniche über der Region Göttingen
Die Region Göttingen Frühlingsklänge: Hunderte Kraniche über der Region Göttingen
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00:18 24.02.2013
Festgehalten von Tageblatt-Leserin Hella Hack: Kraniche über dem Fridtjof-Nansenweg in Göttingen. Quelle: Hack
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Göttingen

„Die Kraniche starten jetzt an ihrem großen Sammelplatz am Lac du Der in Nordostfrankreich und fliegen dann in der Regel nonstop nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wo sie ihre traditionellen Rastplätze beziehen“, sagt der Göttinger Ornithologe Hans-Heinrich Dörrie. Dann gehe es weiter in die skandinavischen und baltischen Brutgebiete. „Unter den jetzt ziehenden Kranichen dürften sich aber auch einheimische, in der Regel ostdeutsche Brutvögel befinden. Die haben es dann nicht mehr so weit“, erklärt Dörrie.

Günstige Winde in Frankreich

Die Kraniche, die jetzt am Himmel über der Region zu beobachten sind, seien bei relativ milder Witterung und günstigen Winden in Frankreich losgeflogen. „Hier gerieten sie dann in eher ungemütliches Winterwetter mit Schneefällen und Nordostwind. So kann es kommen“, sagt Dörrie. Vereinzelt hätten sie sogar im Flug ihre Beine eingezogen, um sie gegen die Kälte zu schützen.

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Ein Kranich-Schwarm über dem Fridtjof-Nansenweg in Göttingen.

 Den Vögeln mache das Wetter aber nicht viel aus: „Kraniche sind hart im Nehmen.“ Allerdings hat Dörrie auch einzelne Trupps beobachtet, die wieder in südliche Richtung zogen. „Das deutet darauf hin, dass sie von den wiederholten Schneeschauern doch irritiert waren und versucht haben, irgendwo in der Nähe zu landen“, erklärt der Ornithologe.

Kranichzüge völlig normal

Für die Jahreszeit seien die Kranichzüge jedenfalls völlig normal. Und sie kündeten von steigenden Temperaturen. Das passe auch, sagt Dörrie: „Für die nächste Woche ist ja eine Art Vorfrühling zu erwarten.“

Im Windschatten Kräfte sparen

Der Kranich (Grus grus) kann aufrecht stehend bis zu 1,20 Meter groß werden. Laut Naturschutzbund beträgt seine Flügelspanne rund 2,20 Meter. Im Flug sind die Vögel an ihrem langen, vorgestreckten Hals zu erkennen. Die Beine sind so lang, dass sie den Schwanz beim Fliegen überragen. Kraniche fliegen häufig in Keilformationen. Dadurch können die Vögel bei ihren weiten Flügen Energie sparen. Sie nutzen dabei den durch ihren Vordermann entstehenden Windschatten. Kranichrufe haben etwas Trompetenartiges: Sie rufen „krru“ – „krarr“ im Wechsel.

Arbeitskreis Göttinger Ornithologen

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